Politik und Forschung im Austausch

Bundesforschungsministerin Wanka bei Fraunhofer UMSICHT

Pressemitteilung / 8.5.2017

Am Freitag, den 5. Mai, besuchte Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen. Prof. Weidner, Leiter des Instituts, präsentierte Forschungshighlights aus der Energie- und Rohstoffwirtschaft, an denen das Institut arbeitet. Das Spektrum reichte von Projekten vor Ort bis zu solchen, die das Institut nach Kuwait führen.

Gruppenfoto
© Foto Fraunhofer UMSICHT/Birgit Seidel

Prof. Görge Deerberg *, Oberbürgermeister Daniel Schranz, Prof. Eckhard Weidner*, Prof. Christian Doetsch*, Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka, MdB Marie-Luise Dött (* alle Fraunhofer UMSICHT)

Bundesforschungsministerin beim Spin-off Volterion.
© Foto Fraunhofer UMSICHT

Thorsten Seipp, einer der Gründer des Spin-offs Volterion GmbH, erklärt Bundesforschungsministerin Wanka das Konzept der Redox-Flow-Zellen.

»Erfolgreiche Forschung in Oberhausen« - unter diesem Motto hatte Marie-Luise Dött, Mitglied des Bundestages sowie Umwelt- und Baupolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bundesbildungsministerin Wanka in ihren Wahlkreis und zu Fraunhofer UMSICHT geladen. Die Bundesministerin sowie Oberbürgermeister Daniel Schranz, MdL Wilhelm Hausmann und weitere Mitglieder der CDU-Fraktion Oberhausen folgten der Einladung und tauschten sich mit der Institutsleitung über aktuelle Projekte vor Ort sowie über die strategischen Projekte des Instituts aus.

2016 wirtschaftlich erfolgreichstes Jahr seit Bestehen

Eckhard Weidner, der Fraunhofer UMSICHT seit mehr als 12 Jahren leitet, begrüßte die Delegation mit erfreulichen Fakten: 2016 war ein wirtschaftlich besonders erfolgreiches Jahr seit Bestehen des 1990 gegründeten Instituts (38,8 Millionen € Gesamthaushalt, davon 31,5 Millionen Euro am Standort Oberhausen erwirtschaftet). Damit einhergehend wurde der wissenschaftliche Output des Instituts deutlich gesteigert.

Vor Ort hervorragend vernetzt

»In Oberhausen sind wir so aktiv wie nie zuvor. Wir sind sehr gut vernetzt. Mit der Energieversorgung Oberhausen (evo) beispielsweise kooperieren wir und unsere Ausgründung, die Volterion GmbH, auf vielen Ebenen. Themen wie die Umstellung der Nahwärmeversorgung von 150 Wohneinheiten im Oberhausener Stadtteil Barmingholten im Projekt Flex-KWK sowie die Entwicklung von Redox-Flow-Batterien treiben wir voran«, fasst Weidner zusammen.

Wissenschaftliche Projektbegleitungen für die Stadt Oberhausen

Für die Stadt Oberhausen begleitet Fraunhofer UMSICHT das Projekt »Altmarktgarten« wissenschaftlich. Am Standort der ehemaligen Markthalle in Alt-Oberhausen soll ein Jobcenter mit integriertem Dachgewächshaus errichtet werden. Der Clou: Das Dachgewächshaus soll unter Ausnutzung der Stoffkreisläufe u. a. Energie gewinnen und zur Versorgung des Gebäudes beitragen. Das Projekt wird als »Nationales Projekt des Städtebaus« gefördert.

2016 wurde Oberhausen für die zweite Runde des BMBF-Wettbewerbs »Zukunftsstadt« ausgewählt. Auch dieses Projekt begleitet Fraunhofer UMSICHT wissenschaftlich.

International aktiv

»Nah wie fern sind wir aktiv«, bringt Weidner die vielschichtigen Aktivitäten auf den Punkt und verweist exemplarisch auf ein Projekt, das am Institutsteil in Sulzbach-Rosenberg (Bayern) bearbeitet wird. »Für das Emirat Kuwait entwickeln wir ein Abfallwirtschaftskonzept. Dieses Projekt ist strategisch wichtig, denn es kann uns international interessante Perspektiven eröffnen.

Strategische Projekte

»Wir verstehen uns als Wegbereiter der Energie- und Rohstoffwirtschaft. In unserer Forschung befassen wir uns mit Energie- und Stoffkreisläufen und damit, welche Lösungen wir erforschen und entwickeln müssen, um nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen«, erläutert Weidner die Mission des Instituts.

Hinter den Titeln »Carbon2Chem«, »Strom als Rohstoff« oder »C3Eco« verbergen sich einige strategische Projekte des Instituts, die der Delegation kurzgefasst präsentiert wurden. Sie alle haben ein Ziel: den grundlegenden Wandel des Energie- und Rohstoffsystems voranzutreiben und dabei den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedarf zu berücksichtigten. Nur so wird langfristig die klimaneutrale Versorgung mit Energie und kohlenstoffhaltigen Rohstoffen möglich sein, da sind sich alle Akteurinnen und Akteure des Besuchs einig.