Neujahrstreffen Carbon2Chem®

Auf dem Weg zur Systemintegration von Stahl- und chemischer Industrie

Pressemitteilung / 1.2.2017

Sechs Monate nach dem offiziellen Start von Carbon2Chem® luden die drei koordinierenden Partner - Fraunhofer UMSICHT, das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion und die thyssenkrupp AG - alle 17 Projektpartner zu einem Neujahrsempfang nach Oberhausen ein. Im Rahmen des Projekts Carbon2Chem® engagieren sich Unternehmen aus der chemischen Industrie und der Stahlindustrie mit dem Ziel, nachhaltige Verbundstandorte, bestehend aus integrierter Stahl- und Chemieproduktion, aufzubauen. Im Fokus des Treffens stand die Systemintegration.

Neujahrsempfang von Carbon2Chem
© Fraunhofer UMSICHT

Die Projektpartner trafen sich beim Neujahrsempfang bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen.

Das Projekt Carbon2Chem® eröffnet die Möglichkeit, die entstehenden CO2-Emissionen in der Stahlproduktion zu verringern, indem die kohlenstoffhaltigen Restgase aus dem Hüttenwerk katalytisch zu Chemieprodukten umgewandelt werden. Gleichzeitig verringert diese Art des CO2-Recyclings den Einsatz fossiler Rohstoffe in der chemischen Industrie.
Die Partner aus Wissenschaft und Industrie schlagen auf Basis der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Carbon2Chem® eine Brücke von der Grundlagenforschung in den Markt. In sieben Teilprojekten arbeiten die 17 Partner an den erforderlichen Technologiebausteinen für die geplante cross-industrielle Kooperation aus Stahl und Chemie.


Ziele: Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit

In sämtlichen Teilprojekten sind die Arbeiten angelaufen, und es liegen bereits erste Ergebnisse vor. Im Hinblick auf das Gesamtsystem wurden zu verschiedenen teilprojektübergreifenden Themen (u.a. Simulation, Speicher, Analytik) zentrale Fragestellungen sowie erforderliche Arbeitsschritte von den Partnern identifiziert und diskutiert. Hierzu wurden in kleineren Arbeitsgruppen Herausforderungen, Erfahrungen und Ergebnisse aus den Teilprojekten ausgetauscht.

Die Ergebnisse der beiden Tage dienten u.a. der Schärfung der Zielsetzung im Gesamtvorhaben sowie in den Teilprojekten. Sie bilden die Grundlage zur Detaillierung der Arbeitsplanung für 2017 in den Teilprojekten. Um die gesetzten Ziele im Bereich Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit erreichen zu können, wurden darüber hinaus weitere Workshops für eine Intensivierung der teilprojektübergreifenden Kooperation geplant.

Im Rahmen von Fachveranstaltungen werden die Projektpartner aber auch die Diskussion mit Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen suchen, die sich auch mit den Themen CO2-Nutzung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen, aber nicht am Projekt beteiligt sind.