Fachtagung in Oberhausen

»Energie im Wandel: CO2-Neutralität durch Sektorenkopplung«

Pressemitteilung / 27.9.2017

Im Energiesystem der Zukunft sind Technologien gefragt, die bislang getrennte Systeme wie Strom, Wärme und Verkehr miteinander verknüpfen. Wie sich die für die Energiewende notwendige Sektorenkopplung konkret umsetzen lässt, ist Thema der Tagung »Energie im Wandel«, die am 9. November bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen stattfindet. Eine Anmeldung ist bis zum 2. November möglich.

Energie im Wandel
© Foto Fraunhofer UMSICHT

Erneuerbare Energien müssen in allen relevanten Sektoren eingesetzt werden.

Im Stromsektor decken Erneuerbare Energien bereits ein Drittel des Energiemix ab. Im Bereich der Wärmeerzeugung und des Verbrauchs im Verkehr sieht die Verteilung dagegen weniger »grün« aus: Hier macht Ökostrom gerade einmal einen Anteil von 13 und fünf Prozent aus [1]. Damit die Energiewende gelingt, muss die Umstellung auf Erneuerbare Energien jedoch in allen drei Sektoren funktionieren.

Eine Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, ist es, die Sektoren miteinander zu koppeln, und so den erneuerbar produzierten Strom auch in anderen Sektoren zu nutzen. Elektroautos, die den Stromsektor mit dem Verkehrssektor verknüpfen, sind hierfür ein bekanntes Beispiel. Aber auch Wärmepumpen oder sogenannte Power-to-X-Technologien, die unter Zuhilfenahme von Elektrizität Wärme oder Gas erzeugen, stellen vielversprechende technologische Ansätze dar.

Wege für das zukünftige Energiesystem

Doch: Was sind Treiber und Hindernisse für die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr? Und welche Trends und Forschungsprojekte gibt es in diesem Bereich? Die Tagung »Energie im Wandel: CO2-Neutralität durch Sektorenkopplung«, die am 9. November bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen stattfindet, betrachtet aktuelle Fragen rund um den Themenbereich Energie und zeigt Wege auf, die es für das zukünftige Energiesystem einzuschlagen gilt.

Der Schwerpunkt der Tagung liegt insbesondere auf den Rahmenbedingungen und den Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK), die eine Sektorenkopplung möglich machen. Energiewirtschaftliche Randbedingungen im Spannungsfeld der Politik sind somit ebenso Thema wie die Frage, ob ein Energy Data Space einen sicheren Informationsaustausch zwischen den Sektoren erleichtern kann. Außerdem zeigen Fachleute aus Industrie und Forschung auf, welche Technologien der Systemverknüpfungen es bereits gibt und welche Herausforderungen noch zu meistern sind.

Die Tagung

»Energie im Wandel: CO2-Neutralität durch Sektorenkopplung« wird veranstaltet vom Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und dem Cluster Energieforschung der EnergieAgentur.NRW in Oberhausen. Sie richtet sich an Personen aus den Bereichen Geschäftsführung, Betriebsleitung, technische Planung und Beratung, Medien, an Entscheider/innen in der öffentlichen Verwaltung, an Mitarbeiter/innen aus Forschung und Entwicklung sowie an fachlich Interessierte. Eine Anmeldung zur Tagung ist bis zum 2. November 2017 möglich.

[1] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2016