Innovative Citizen 2017

Festival zur Demokratisierung von Technik ein Erfolg

Pressemitteilung / 19.12.2017

Über 450 Besucher kamen zum Innovative-Citizen-Festival nach Dortmund und erlebten spannende Workshops zu den Themen Food&Farming, Urbane Produktion, Circular City und Textiles - dazu gab es abwechslungsreiche Vorträge, Musik und Theater. Nach einer rundum gelungenen Veranstaltung ist sich nicht nur die Maker-Szene einig: Fortsetzung unbedingt erwünscht!

Gute Atmosphäre: bei den Workshops des Innovative-Citizen-Festivals.
© Foto Fraunhofer UMSICHT/Roland Baege

Gute Atmosphäre: bei den Workshops des Innovative-Citizen-Festivals.

Pilze züchten, ernten und vermehren.
© Foto Fraunhofer UMSICHT/Roland Baege

Pilze züchten, ernten und vermehren.

Unter dem Motto »Demokratisierung von Technik« traf sich die Maker-Szene vom 30. November bis 3. Dezember in Dortmund. Das 4. Innovative-Citizen-Festival bot in Dortmunder U und Union Gewerbehof den Rahmen für über 30 Workshops und Aktionen rund um die Idee des Selbermachens. Es ging um selbstbestimmte Lebensstile und die Verknüpfung des Do-it-Yourself-Gedankens mit modernen digitalen Technologien. Dabei stets im Blick: eine Verantwortung für Nachhaltigkeit und die Orientierung am Gemeinwohl. »Unsere Gesellschaft produziert Unmengen an Abfall. Bedingt durch z. B. die Niedrigpreispolitik wird vieles einfach ersetzt, was nicht mehr gefällt oder kaputt ist. Diese Einstellung ist ein globales Problem für die Umwelt und verschwendet Massen an Rohstoffen. Das Innovative-Citizen-Festival setzt diesem Trend entgegen«, so Jürgen Bertling, Abteilung Ressourcen- und Nachhaltigkeitsmanagement bei Fraunhofer UMSICHT und Organisator des Festivals.

Laptoptaschen aus Fahrradschläuchen

Was aus alten und nachhaltigen Rohstoffen entstehen kann, zeigten die Workshops zu den Themen Textiles und Circular City. Die Teilnehmenden färbten alte Stoffe mit Farben auf Pflanzenbasis, sodass sie zu den verschiedensten Produkten weiterverarbeitet werden können. Sie stellten Laptoptaschen aus alten Fahrradschläuchen her und produzierten neue Werkstoffe wie Teller und Tassen aus Küchenabfällen.

Auch für die jungen Festivalbesucher gab es einiges zu entdecken, beispielsweise in den Workshops zur Urbanen Produktion. Kinder bauten aus Lebensmittelverpackungen ihren eigenen Roboter und lernten so die Grundprinzipien der Robotik sowie Einsatzmöglichkeiten kennen.

Weitere Angebote gab es zu 3D-Druck sowie dem Projekt »e:Lab – Bürgerlabor für Energieinnovationen«. Vor allem der hieraus entstandene »Energetische Salon« fand großen Anklang unter den Besuchern. Neben den Vorträgen zur Energiewende von Eberhard Waffenschmidt, TH Köln, und Malte Zieher vom Bündnis Bürgerenergie wurden auch Ausschnitte aus dem Film »Power to Change – Die Energierebellion« von Regisseur Carl A. Fechner gezeigt und diskutiert.

Pilz und Pils

Ebenfalls sehr gut besucht waren auch die Veranstaltungen zum Thema Food&Farming. Hier wurden Lebensmittel mit Hilfe von Mikroorganismen fermentiert und somit nährstoffreich haltbarer gemacht. Es gab einen detaillierten Einblick in die Pilzzucht und strahlende Gesichter bei all denen, die sich einen Platz beim Bierbrauen sichern konnten.

Die Veranstalter Fraunhofer UMSICHT, Dortmunder U und Folkwang Universität der Künste sind mit dem Verlauf des Festivals sehr zufrieden. »Das Interesse war groß. Auch wenn die Karten erst spät in den Verkauf gingen, konnten wir innerhalb kürzester Zeit gut 350 Tickets absetzen«, so die beiden Mitorganisatoren Julia Krayer und Patrick Jaruschowitz von Fraunhofer UMSICHT. Das Innovative-Citizen-Festival habe sich etabliert. »Es gibt Leute, die schon seit der ersten Ausgabe kommen. Das freut uns sehr.«

Pläne fürs kommende Jahr

Konkrete Pläne für die nächste Ausgabe gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Erste Idee und Ziele schwirren jedoch bereits in den Köpfen der Verantwortlichen: »Wir überlegen, uns verstärkt mit dem Transformationsprozess auseinanderzusetzen. Die Idee ist, das klassische Handwerk und digitale Fertigungstechnologien miteinander zu vernetzen. Daraus erhoffen wir uns neue kreative Ansätze«, blicken die Veranstalter nach vorn.