Interview

Stefanie Reil, Wissenschaftlerin

Erste Fraunhofer-TALENTA-Teilnehmerin in Sulzbach-Rosenberg

Seit Januar 2014 ist Stefanie Reil als Gruppenleiterin »Thermische Speicher« im Institutsteil Sulzbach-Rosenberg für Fraunhofer UMSICHT tätig. Außerdem nimmt sie am Fraunhofer TALENTA speed up-Programm teil, das gezielt Wissenschaftlerinnen in der angewandten Forschung fördert sowie Forscherinnen in ihrer Karrierelaufbahn individuell durch Qualifizierungsangebote unterstützt.

Stefanie Reil nimmt am TALENTA speed up-Programm teil.

Stefanie Reil nimmt am TALENTA speed up-Programm teil.

Sie sind seit Anfang 2014 bei Fraunhofer UMSICHT tätig. Was ist Ihr erster Eindruck?
Der erste Eindruck vermittelte mir ein sehr gutes Arbeitsklima mit der Möglichkeit, kreativ und eigenständig zu arbeiten. Insgesamt ist es aus meiner Sicht sehr spannend, in einer großen Forschungseinrichtung zu arbeiten, das bietet viele Möglichkeiten gerade im Hinblick auf das vorhandene Netzwerk. Mit Fraunhofer UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg hatte ich bereits in meiner vorangegangen wissenschaftlichen Tätigkeit an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden engen Kontakt. Umso schöner war es, als zeitgleich mit dem Abschluss meines Forschungsprojektes bzw. den Versuchen für meine Promotion diese interessante Stelle hier ausgeschrieben wurde.

Sie nehmen am Fraunhofer-TALENTA-Programm teil. Wie hat sich diese Möglichkeit ergeben?
Im Anschluss an meine Bewerbung wurde ich von meinen Vorgesetzten auf diese Möglichkeit angesprochen. Die Bewerbung war dann schnell geschrieben. Durch das Fraunhofer TALENTA speed up-Programm bekommt meine neue spannende Tätigkeit eine besonders motivierende Dynamik. Gerade nach meinen ersten gesammelten Berufs- und Führungserfahrungen und in der Endphase meiner Promotion im Bereich der thermochemischen Vergasung von Biomasse bietet das Programm zusätzliche vielversprechende Entwicklungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten.

Worauf möchten Sie sich in Ihrer Arbeit als Gruppenleiterin »Thermische Speicher« konzentrieren?
Neben der Fortführung der laufenden Arbeiten und Projekte möchte ich in den nächsten Jahren dieses Team so ausrichten, dass die gesamte Gruppe innovativer Ansprechpartner für die Industrie, vor allem für klein- und mittelständische Unternehmen ist. Die vorhandene Expertise soll weiter ausgebaut werden, damit der Begriff »Wärmespeicherung« immer auch mit Fraunhofer und idealerweise mit den Arbeiten meiner Gruppe assoziiert wird. Da thermische Speicher nur eingebettet in Systemen von Nutzen sind, reizt mich vor allem die Notwendigkeit zum systemübergreifenden Denken.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit als Ausgleich zur Arbeit?
Aktuell nimmt die Fertigstellung meiner Promotion einen großen Teil meiner Freizeit in Anspruch. Daneben unternehme ich gerne etwas mit Freunden und Familie oder entspanne bei der Gartenarbeit oder beim Sport. Meine Leidenschaft ist außerdem Reisen und gutes Essen.

Interview vom 10.01.2014