Klimaneutrale Kirchen bis 2035:
Fraunhofer UMSICHT und Evangelische Kirche erreichen Meilenstein im Klima-Projekt
Wie kann die Evangelische Kirche im Rheinland (EKIR) bis 2035 klimaneutral sein? Antworten auf diese Fragen standen beim gemeinsamen Workshop der Evangelischen Kirche in Oberhausen und Fraunhofer UMSICHT am 24. März im Mittelpunkt. Das Projektteam stellte die Ergebnisse des zweijährigen Projekts »Klimaneutrale Kirche« vor und legte die nächsten Schritte fest.
Bis zum Jahr 2035 soll die Evangelische Kirche im Rheinland (EKIR) klimaneutral sein. Das bedeutet, dass alle Gebäude in den jeweiligen Kirchenkreisen zu prüfen sind. Der Kirchenkreis Oberhausen hat dafür zusammen mit Fraunhofer UMSICHT das Projekt »klimaneutrale Kirchen« über zwei Jahre bearbeitet. Die Ergebnisse wurden nun präsentiert.
»Es waren intensive zwei Jahre«, sagte Simone Krause von Fraunhofer UMSICHT und ergänzt: »Wir haben rund 85 Gebäude im Bestand – Kirchen, Gemeinde- und Jugendhäuser, Pfarr- und Wohngebäude, Kindergärten und Friedhofskapellen betrachtet und bewertet.« Für jedes der Gebäude erarbeitete eine Arbeitsgruppe um Simone Krause Steckbriefe mit allen relevanten Kennzahlen und Daten wie z.B. Instandhaltungskosten und Betriebskosten, Versorgungsstruktur, Umgebungsbeschreibung, aktuelle Nutzung oder Belegungspläne. Auch zukünftige Bedarfe, gemeinsame Nutzungen und weitere synergetische Möglichkeiten wurden dabei berücksichtigt. Ebenso legte die Gruppe eine digitale Karte über den Bestand an – so können alle Gebäude auf einen Klick abgerufen werden.
Nachnutzungsideen und Energieoptimierungansätze
In den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten die Projektmitarbeitenden gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde in zahlreichen Workshops in den Gemeinden neue Nutzungskonzepte. Im finalen Workshop wurden nun Nachnutzungsideen und Energieoptimierungsansätze für ausgewählte Gebäude vorgestellt. »Uns haben die Vorschläge gefallen, da für jedes Gebäude eine Erhaltung mitgedacht, aber auch wirtschaftliches Potenzial aufgezeigt wurde«, sagte Superintendent Joachim Deterding.
Jede Gemeinde stellte darüber hinaus den aktuellen Stand ihrer Aktivitäten vor. Nun geht es darum, die Datenbasis mit in Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen. »Die Daten sind eine gute Grundlage. In den Gemeinden müssen nun Entscheidungen getroffen werden. Denn eins ist klar: Wir werden uns verändern. Den aktuellen Bestand können wir uns mit Blick in die Zukunft nicht mehr leisten. Es werden in den kommenden Monaten über die Gemeindegrenzen hinweg viele Gespräche stattfinden«, sagte Joachim Deterding und richtete sich abschließend an Fraunhofer UMSICHT: »Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen zwei Jahren.«
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Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT