UFoSystem: Urban Food Systems für die Versorgung in Städten

Auf- und Ausbau vom multilateralen Forschungskooperationen zu »Urban Food Systems«

© Fraunhofer UMSICHT

Aquaponik-Erdbeeren

Lokale Nahrungsmittelversorgung wird in Städten zukünftig wichtig werden

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Netzwerk

In dem Projekt wird ein europäisches Netzwerk aus Forschung und Industrie gefördert

Projektziele: Technische, soziale und ökologische Ideen europaweit bündeln

Ziel des Projektes ist der Aufbau einer stabilen multilateralen Partnerschaft im Bereich »Urban Farming/ Nachhaltige Nahrungsmittelproduktion in der Stadt«, um die Forschungskooperationen in den mittel- und südosteuropäischen Ländern zu intensivieren. Der Schwerpunkt der Forschung liegt dabei auf durch Bürger und Bürgerinnen vorangetriebene Aktivitäten und »Citizen Science«-Ansätze rund um die Sensibilisierung von Ernährungskonzepten im städtischen Raum. Ziel des Netzwerks ist es, technisch, soziale und ökologische Ideen und Projekte europaweit zu bündeln, sichtbar und replizierbar zu machen. Dadurch sollen auch zukünftig europäische Projekte entstehen, die unterschiedliche Ansätze zur EU Strategie »Food 2030« optimieren, zukunftsfähig und sozial machen.

Nutzen: Systemische Einbettung urbaner Lösungen

Ab dem Jahr 2050, so aktuelle Schätzungen der Vereinten Nationen, werden mehr als zwei Drittel der Menschen in Städten wohnen. Der Bedarf an sauberen, aber auch lokal erzeugten Lebensmitteln, wächst dementsprechend bereits heute drastisch. Zugleich ist das »System Stadt« selbst eine außerordentlich große Ressource (Abwärme, Flächen, Abwasser, Regenwasser, etc.), dessen Potenzial gegenwärtig in viel zu geringem Umfang genutzt wird. Der Trend hin zu urbaner Landwirtschaft und nachhaltiger Nahrungsmittelproduktion in der Stadt ist ein Innovationstreiber, der Raum für vielfältige Ideen, Möglichkeiten und Chancen im technischen Bereich des städtischen Umfelds zulässt.

Die Stadt entwickelt sich zu einem Stadtlabor: in Hochbunkern/ Kellerräumen können Pilze gezüchtet werden, Dächer werden zu Farmflächen, an Wänden können Erdbeeren in vertikalen Gärten geerntet werden, etc. Oftmals können so innovative Lösungsansätze (u. a. sensorische Bewässerung, Zusatzbelichtung, Synergienutzung) für begrenzte Ressourcen (Fläche, Wasser, Energie) erprobt werden. Die Originalität ist diesen Projekten innewohnend, gleichzeitig sind sie jedoch in vielen Fällen unbekannt und werden nur vereinzelt und isoliert im europäischem Raum umgesetzt. Die systemische Einbettung dieser Technologielösungen zusammen mit der Bürgerschaft wird zunehmend auch auf städtischer Ebene gewünscht und erfordert gleichzeitig ein kommunales Umdenken, was die Exzellenz des zu formierenden Konsortiums und die zu entwickelnden Projekte herausfordert.

Internationale Zusammenarbeit

Das internationale Projektkonsortium besteht aus der Fachhochschule Warschau in Polen, der Kommune Vaslui in Rumänien und dem Unternehmen Strategic Design Scenarios in Belgien. Durch diese Zusammensetzung ergibt sich ein vielfältiges Netzwerk, dass sich langfristig mit den vier Prioritäten der EU Strategie »Food 2030« auseinandersetzt: nachhaltige und gesunde Nahrungsmittel, Klimafreundliche und ökologisch nachhaltige Nahrungsmittelsysteme, Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz von Nahrungsmittelsystemen, Innovation in und Stärkung von Kommunen.

Projektpartner von UFoSystem

  • Strategic Design Scenarios s.p.r.l.  
  • Warsaw University of Life Sciences  
  • Vaslui City Administration  

Förderung
Laufzeit: September 2018 bis August 2020
Förderkennzeichen: 01DS18035
Webseite: www.bmwi.de