SAIN - Städtische Agrikultur - Innovation

Städtische Agrikultur gemeinsam innovativ entwickeln – Nachhaltige Integration und Vernetzung von Nahrungsmittel-kleinproduktion

© Fraunhofer UMSICHT

Aquaponikanlage

Durch regen Austausch mit Stadtfarmern entstanden zahlreiche Anbauprojekte in der Stadt. In der Aquaponikanlage bei Fraunhofer UMSICHT wurden zwei unterschiedliche Kultivierungssysteme getestet: DFT (DFT – Deep Flow Technique: Wurzeln befinden sich im Wasser) und NFT (Nutrient Film Technique: Wurzeln befinden sich in durchflossenen Röhren)

Projektziele

Das Projekt SAIN (Städtische Agrikultur – Innovation) ist ein Bürgerforschungsprojekt (Citizen Science) im Bereich der städtischen Agrikultur. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern wird Wissen zur urbanen Nahrungsmittelproduktion gebündelt, Technologien und Produktionsanlagen werden zugänglicher gestaltet und neue Ideen ausgearbeitet. Dabei entwickeln die forschenden Laien gemeinsam mit Wissenschaftler/innen Forschungsfragen im thematischen Kontext, denen sie innerhalb der Projektlaufzeit nachgehen werden. Das Forschungsdesign – und die entsprechenden Methodiken werden seitens der Wissenschaft der Bürger*innen näher gebracht.

Nutzen

Eine der größten Herausforderungen für eine stetig wachsende Weltbevölkerung ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft sehen Fachleute im Urban Farming. Bereits heute gibt es zahlreiche Projekte von Stadtfarmern, die auf eine ressourcenschonende, regionale Nahrungsmittelversorgung abzielen. Fraunhofer UMSICHT, der Wissenschaftsladen Bonn und interessierte Bürgerinnen und Bürger arbeiten im Projekt SAIN zusammen, um das Wissen und die Erfahrungen aller zu bündeln und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Konzepte für die Kleinproduktion von Obst und Gemüse und im Idealfall ein kreislauffähiges Gesamtsystem von der Erzeugung bis zur Verteilung entstehen zu lassen.


Die Akteure betrachten dazu während der Projektlaufzeit verschiedene Anbaumethoden und ErntefolgenZiel ist es, Forschungsmethoden zu vermitteln und Vorteile der urbanen Landwirtschaft aufzuzeigen. Von besonderer Bedeutung für das Projekt sind die Bürgerinnen und Bürger, da ihr alltagspraktisches Wissen und ihre Fragen von Anfang an mit einfließen.

Ergebnis

Durch einen regen Austausch mit interessierten Stadtfarmern und der Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen, entstanden zahlreiche Anbauprojekte von Obst, Gemüse und Pilzen unter unterschiedlichen Bedingungen an den Standorte Oberhausen und Bonn.

 

Eine Auswahl an Projekten:

  • Aquaponikanlage bei Fraunhofer UMSICHT: Vergleich zweier Kultivierungssysteme – DFT (DFT – Deep Flow Technique (Wurzeln befinden sich im Wasser) und NFT – Nutrient Film Technique (Wurzeln befinden sich in durchflossenen Röhren)
  • Pilzgarten im Haus Ripshorst: Aufbau und Pflege eines Pilzgartens im öffentlichen Raum
  • Speisepilzzucht im Keller: Vergleich der Wirtschaftlichkeit des Anbaus von Gourmet-Pilzen auf unterschiedlichen städtischen Bioabfällen der Stadt wie Sägespänen, Kaffeesatz, Papierabfall.
  • Autarke Hochbeete: Aufbau mehrerer kleinräumiger geschlossener und sensorgesteuerter Hochbeete und Vergleich der Effizienz zu offenen Hochbeeten bzw. zum bodenbasierten Anbau
  • Baumscheibe: Bepflanzung der Baumscheibe zum Biodiversitätsgewinn in Innestädten
  • Lastenrad: Ermittlung des Nutzen von Lastenrädern zur Verteilung von regional produzierten Lebensmitteln
  • Beerengarten: Aufbau und Pflege zweier öffentlicher Beerengärten auf privatem Grund. Die Möglichkeit der kostenlosen Selbstbedienung ist gegeben, Beobachtung der Akzeptanz dieses Systems.

Durch Veranstaltungen vor Ort werden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf das Thema Urban Farming aufmerksam gemacht und mit Workshops an die Konzepte eines nachhaltigen und lokalen Lebensmittelanbaus herangeführt.

Projektpartner

  • Wissenschaftsladen Bonn e.V.

Förderung


Laufzeit: Januar 2018 bis Dezember 2019
Webseite: www.bmbf.de