UMSICHT thematisiert: Fragen zu einer biologischen Technik

Technik und Wirtschaft: Werden sie durch biologische Komponenten natürlicher?

Biologisierung
© Fraunhofer UMSICHT

Fragen einer biologischen Technik: das zweite Themenheft der Reihe »UMSICHT-Diskurs«.

Im Themenheft »Fragen zu einer biologischen Technik« diskutieren wir, ob Technologien harmonischer mit Menschen und Ökosystemen interagieren würden, wenn sie mehr nach natürlichen Vorbildern gestaltet wären. In die Diskussion beziehen wir technik- und biophilosophische Aspekte ein.

Hohe Erwartungen an biologisches Leitbild der Forschungspolitik

Mutter Natur als Vorbild für Innovation: Was in der Forschung schon seit längerem ein populärer Ansatz ist, hat die nächste Ebene erklommen: Nach Bionik und Biotechnologie prägen längst Begriffe wie »Biologisierung« und »biologische Transformation« die forschungspolitische Debatte. Das aktuelle biologische Leitbild der Forschungspolitik ist weit gefasst und schließt auch Themen wie die Entwicklung künstlicher Intelligenz mit ein.

Die Motivation liegt auf der Hand: An die Integration biologischer Prinzipien in technische und wirtschaftliche Strukturen und Abläufe knüpfen sich Hoffnungen auf ein verträglicheres technisches Wirtschaften und Innovationen, die denen der digitalen Revolution in Umfang und Wirkung vergleichbar sind.

Biologisierung bedeutet nicht automatisch mehr Nachhaltigkeit

Sollten sich technische Entwicklungen und Wirtschaftsprozesse zukünftig mehr an Vorbildern aus der Natur orientieren, bedeutet dies nicht, dass Technik oder Wirtschaft dadurch automatisch besser werden als zuvor. In jedem einzelnen Fall ist die Frage nach der Nachhaltigkeit der Verfahren oder Prozesse zu stellen. Ebenso ist es erforderlich, dass ein Teil der möglichen Anwendungen – beispielsweise die Übertragung von evolutionären Prinzipien in wirtschaftliche Bereiche – von Wissenschaft und Gesellschaft ethisch bewertet und diskutiert werden.

Diskutieren Sie mit uns über eine biologische Technik

Die Publikationsreihe »UMSICHT Diskurs« widmet sich in ausführlicher Form ausgewählten und aktuellen Themen der anwendungsorientierten Forschung. Die Themenhefte sind keine Studien im klassischen Sinne, die in der Regel den Stand der Technik wiedergeben. Sie sollen als ein Format verstanden werden, das Informationen für den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs zusammenstellt. Dabei können auch Fragen formuliert werden, deren Beantwortung heute notwendigerweise noch offenbleiben müssen.

Über Fragen und Anregungen zum Thema freut sich Dr. Thomas Marzi. Rufen Sie ihn an oder schreiben ihm eine E-Mail.

Als Wegbereiter einer nachhaltigen Energie- und Rohstoffwirtschaft beschäftigen wir uns intensiv mit dem Wandel des Energie- und Rohstoffsystems. Werfen Sie einen Blick auf unsere strategischen Forschungslinien. Dort erfahren Sie mehr zum Kohlenstoffkreislauf und wie Produktionssysteme zukunftsfähig werden.

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Dr. rer. nat. Thomas Marzi

Abteilungsleiter Ideenfabrik /Gruppenleiter Low Carbon Economy

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