Ausgewählte Projekte

SUSMILK

Milch, Quark und Käse gehören zum täglich Brot. Wie sich bei der Produktion solcher Lebensmittel Energie, Wasser und Kohlendioxid-Emissionen einsparen lassen, zeigt das EU-Projekt »SUSMILK - Neugestaltung von Molkereien für eine nachhaltige Milchverarbeitung«. Unter der Leitung von Fraunhofer UMSICHT entwickeln 21 Projektpartner Komponenten, die durch ihren Einsatz in bestehende Molkerei-Infrastrukturen zur nachhaltigen Verarbeitung von Milch und einer Neugestaltung der Milchindustrie beitragen. Das EU-Projekt SUSMILK wird durch das 7. Forschungsrahmenprogramm (FP7) der Europäischen Kommission gefördert. SUSMILK ist auf 36 Monate Projektlaufzeit ausgelegt (Beginn: November 2013).

Fachkontakt

Contact Press / Media

Dr.-Ing. Christoph Glasner

Gruppe Biomasse- und Reststoffnutzung

Telefon +49 208 8598-1133

SPLASH

Unter der Leitung der Wageningen UR Food & Biobased Research zielt das vierjährige EU-Projekt »SPLASH - Nachhaltige Polymere aus Algen« auf die Entwicklung einer neuartigen, mikroalgenbasierten Chemikalienplattform ab. Das 2012 begonnene Vorhaben umfasst die Entwicklung der nachhaltigen Produktion und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen und (Exo-)Polysacchariden aus Algen und ihre Weiterverarbeitung zu bio-basierten Kunststoffmonomeren und Polymeren. SPLASH wird das Wissen und die Technologie be­reitstellen, um die auf Algen und/oder Algengenen basierende Polyester- und Polyolefinproduktion als neuen industriellen Sektor zu entwickeln. Mit seinen 20 Partnern deckt das Projekt die gesamte Prozesskette von der optimierten Biorohstoffproduktion bis hin zur Produktentwicklung und Verwer­tung ab. Das Verfahren wird die prinzipielle Machbarkeit der Herstellung von Produkten wie Lebens­mittelverpackungen, oder Fasern für Garne, Seile und Netze demonstrieren. Innerhalb des Projektes übernimmt Fraunhofer UMSICHT die chemische Analytik sowie die Herstellung von biobasiertem Ethylen und Propylen aus algenstämmigen Kohlenwasserstoffen.

Fachkontakt

Contact Press / Media

Dr.-Ing. Volker Heil

Gruppenleiter Thermochemische Verfahren und Kohlenwasserstoffe

Telefon +49 208 8598-1163

MouldPulp

Die Motivation für das EU-Verbundprojekt »MouldPulp - Entwicklung eines langlebigen, vollständig biobasierten Thermoplastcomposits aus Biokunststoffen und Pulpfasern für Spritzgussanwendungen« ist das vielversprechendes Holz-Biokunststoff-Werkstoffkonzept DuraPulp® aus Zellulosefasern und PLA (Polymilchsäure). DuraPulp® besteht zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen, zeigt gute mechanische Eigenschaften, eine wahrnehmbare Natürlichkeit und angenehme Haptik. Darüber hinaus kann es zuverlässig in klaren Farben eingefärbt werden. Trotz einiger gewonnener Designpreise, findet das Mateial aufgrund unzureichend verfügbarer Verarbeitungstechnologien keine breite Vermarktung. Vor diesem Hintergrund entwickelte ein transnationales Projektteam unter der Leitung von Fraunhofer UMSICHT ein Verfahren, das die Herstellung von spritzgegossenen Teilen aus DuraPulp® ermöglicht und dabei die guten Materialeigenschaften erhält: Der spritzgießfähige MouldPulp Biokunststoff ist nahezu vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen. Dünnwandige Produkte können mit Heißkanalwerkzeugen auf herkömmlichen Spritzgießanlagen in klaren Farben und in annehmbaren Zykluszeiten produziert werden. Bei Testpersonen hat das Material durchschnittlich eine signifikant höhere Bewertung bezüglich Qualität und Gefallen erhalten als die Vergleichsproben aus Polypropylen (PP).

Fachkontakt

Contact Press / Media

Dipl.-Ing. Thomas Wodke

stellv. Abteilungsleiter Biobasierte Kunststoffe

Telefon +49 208 8598-1263

Nachhaltige Konzepte für die Energiegewinnung und -versorgung der Zukunft

Als führende Forschungseinrichtungen im Bereich erneuerbarer Energien bearbeiten die University of British Columbia (Vancouver, Kanada), das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU ein anspruchsvolles Projekt als Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung der Zukunft. Die gemeinsame Vision basiert auf einer solaren Energiewirtschaft in Verbindung mit Wind- und Wasserkraft, einer ausgewogenen Stromversorgung unter Einbindung von Biomasse, Wasserstoff via Elektrolyse als Energiespeicher sowie effiziente und emissionsfreie Mobilität mittels Brennstoffzellen. Kernthemen aller genannten Bereiche werden von dem internationalen Konsortium abgedeckt. Die im Verlauf dieser Kooperation angestrebten technologischen Innovationen in den Bereichen Wasserstofftechnologie, Biomassekonversion, fortgeschrittene Solarzellenfertigung und Brennstoffzellentechnologie sollen neue Ansätze für Fertigungstechniken und Verfahren liefern, um einen wesentlichen Beitrag zur Kostensenkung und Marktdurchdringung von Technologien basierend auf erneuerbaren Energien zu leisten. Die aus dem Projekt generierten Erkenntnisse und Kooperationen bilden die Grundlage für zukünftige Projekte mit Industriepartnern.

Fachkontakt

Contact Press / Media

Dr. rer. nat. Stefan Kaluza

Gruppenleiter

Telefon +49 208 8598-1425

SHeMat

SHeMat als Akronym für »Trainingsnetzwerk für Selbstheilende Materialien: Vom Konzept zum Markt« ist ein Trainingsnetzwerk für Nachwuchswissenschaftler, welches im Rahmen der »Marie Curie Actions« durch das  7. EU-Forschungsrahmenprogramm gefördert wird. Neun Projektpartner aus sechs verschiedenen Ländern und vier assoziierte Partner aus der Industrie waren an der Projektentwicklung und Ausarbeitung eines gemeinsamen Forschungsantrages unter der Federführung und Koordination von Fraunhofer UMSICHT beteiligt. Das Netzwerk startete im Januar 2012 und findet Dezember seinen Abschluss. 15 Doktoranden und Post-Docs bilden das Herzstück des EU-Projekts. Gemeinsam erarbeiten sie das Feld der selbstheilenden Materialien. Ziel ist es, intelligente selbstheilende Materialen aus unterschiedlichen Materialklassen zu entwickeln, zu erproben und die vielversprechendsten Konzepte zur Marktreife zu führen. Im Fokus der Untersuchungen stehen folgende Materialklassen: Thermoplasten, Elastomere, Kompositwerkstoffe, Beton, Keramiken. Darüber hinaus werden biologische Selbstheilungsvorgänge in Pflanzen zur Übertragbarkeit auf technische Werkstoffe untersucht und standardisierte Methoden zur Charakterisierung der Selbstheilungseffekitivtät erarbeitet.

  • www.shemat.eu
  • Wissenschaftler im Interview: Sandra Lucas - Researcher without frontiers
  • Wissenschaftler im Interview: Vimal Saini - From India to UMSICHT

Fachkontakt

Contact Press / Media

Dipl.-Geogr. Simone Krause

Gruppe EU, Schutzrechte, Strategie

Telefon +49 208 8598-1136