Studie: Speicher für die Energiewende

Pressemitteilung / 05. September 2013

Ein wesentlicher Baustein zur Bewältigung der Energiewende sind leistungsfähige, zuverlässige und bezahlbare Speichertechnologien. Fraunhofer UMSICHT untersuchte den Stand der Technik und ermittelte die Potenziale erfolgversprechender Innovationen. Die Ergebnisse wurden nun in der Studie »Speicher für die Energiewende« veröffentlicht.

Hochtemperaturspeicher bei Fraunhofer UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg.

Der Klimawandel und die Verknappung fossiler Primärenergieträger zwingen zu einer grundlegenden Neuausrichtung der Energieversorgung. Um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu minimieren und eine weitgehende Dekarbonisierung zu erreichen, ist es erforderlich die Nutzung regenerativer  Energiequellen auszubauen. Eine der größten technischen Herausforderungen ist die Verfügbarkeit von Energie aus fluktuierenden Quellen mit dem Energiebedarf der Verbraucher in Einklang zu bringen und so eine wirtschaftliche und verbrauchsgerechte Versorgung von Strom und Wärme sicherzustellen. Die Wissenschaftler der des Institutsteils Sulzbach-Rosenberg von Fraunhofer UMSICHT untersuchten verschiedene Speicherkonzepte für Strom und Wärme hinsichtlich ihres technischen, wirtschaftlichen und energetischen Potenzials, mit dem Ziel zukünftig relevante Energiespeicher zu identifizieren. Ausgehend vom Bedarf an Energiespeichern geben die Wissenschaftler zunächst einen detaillierten Überblick über Strom- und Wärmespeicher. Daraus leiten Sie jeweils geeignete Ansätze für Forschung und Entwicklung ab und erörtern im Anschluss die Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Speichersysteme. Ein besonderer Fokus der Studie liegt in der Untersuchung der Kopplung von Blockheizkraftwerken (BHKW) mit thermischen Speichern.

Zusammenfassend identifiziert die Studie einen Bedarf an Wärmespeichern im Hochtemperaturbereich, da im industriellen Bereich vielfach Prozesswärme nur wenig effizient genutzt werden kann. Außerdem besteht Bedarf an Wärmespeichern für die stromgeführte Kraft-Wärme-Kopplung zur Lastglättung im Stromnetz. Insgesamt wird der Stromspeicherausbau hauptsächlich für die Integration sowie die Effizienzsteigerung von erneuerbaren Energien benötigt, da diese nicht integrierfähige Leistung aus fluktuierenden Quellen aufnehmen und somit die Residuallast glätten.