Unsere Verantwortung für die Zukunft

Der Themenkomplex der nachhaltigen Rohstoff- und Energiewende steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.

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Nationale Informationsstelle Nachhaltige Kunststoffe

Im Rahmen des EU-Projekt PLASTiCE wurde ein globales Netzwerk von nationalen Informationsstellen für nachhaltige Kunststoffe aufgebaut. Fraunhofer UMSICHT ist zuständig für Deutschland.

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Nachhaltigkeit

Wegbereiter in eine nachhaltige Welt

Der Themenkomplex der nachhaltigen Rohstoff- und Energiewende steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Bereits seit dem Gründungsjahr 1990 ist es unser Ziel, nachhaltige Forschung in den Bereichen Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik zu betreiben. Für uns gehören Themen wie regenerative Energien, nachwachsende Rohstoffe und Energieeffizienz, innovative Werkstoffe, Wasser- und Abwassertechnik sowie Wissens- und Ressourcenmanagement zu den Forschungsgebieten der Zukunft.

Unser Beitrag zu den Sustainable Development Goals

Mit unseren Projekten und unserem Portfolio leisten wir konkrete Beiträge zum Erreichen der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Dabei stehen vor allem die folgenden sechs Ziele im Fokus unserer Forschenden.

  • Wasser- und Abwasseraufbereitung ist eines der zentralen Forschungsthemen beim Fraunhofer UMSICHT. Vor allem das Themenfeld der Flexibilisierung urbaner Stoffströme mit einem Schwerpunkt auf dezentralem Abwasserrecycling in Kombination mit der Kultivierung von Nutzpflanzen leistet einen Beitrag zur Erreichung von SDG 6. Die Forscher und Forscherinnen rechnen mit einem Paradigmenwechsel weg von der zentralen Abwasserentsorgung hin zu einer dezentralen Abwassernutzung in »Nutrient Recovery Centers«. Denn vor dem Hintergrund der Ressourcenknappheit darf Abwasser nicht mehr als »Abfall«, sondern muss zwingend als Quelle für Wasser, Energie und Nährstoffe behandelt werden.

    Beispielprojekte:

    • ALTMARKTgarten in Oberhausen (www.altmarktgarten-oberhausen.de)
    • ROOF WATER-FARM in Berlin (www.roofwaterfarm.com)

     

  • Die Umstellung auf regenerative Energieträger aus Sonne, Wind und Biomasse erfordert nachhaltige Lösungen für Gesellschaft, Industrie, Bürgerinnen und Bürger, um Energiebedarf und -bereitstellung aufeinander abzustimmen. Benötigt werden effiziente Energieprozesse, neue Speichertechnologien und intelligente Systemlösungen. Das Fraunhofer UMSICHT entwickelt und optimiert Energieanlagen, erarbeitet Lösungen für die Speicherung von Strom bzw. Wärme und optimiert Energie- und Energieversorgungssysteme. Unsere Kompetenzen liegen in der Entwicklung neuartiger Technologien und deren Realisierung in Pilot- und Demonstrationsanlagen sowie systemanalytischen Studien. Die Energieversorgung der Zukunft braucht leistungsfähige Speichersysteme, die auf spezifische wirtschaftsstrategische Rohstoffe angewiesen sind. Das Fraunhofer UMSICHT arbeitet daher neben der Optimierung von Energieanlagen auch an der Nutzung von Sekundärrohstoffen zum Einsatz in Vanadium-Redox-Flow-Batterien. Energie- und Rohstoffwende werden verbunden und die Brücke zum SDG 12 (Nachhaltige/r Konsum und Produktion) wird hergestellt.

    Beispielprojekte:

     

  • Das Fraunhofer UMSICHT entwickelt neue Konzepte für die Produktion von Nahrungsmitteln direkt in der Stadt. So beschäftigen wir uns damit, wie man Anbauflächen für Obst und Gemüse im urbanen Raum schaffen und nutzen kann.

    Beispielsprojekte:

    • inFARMING®: Konzept zur Integration der Agrikultur in Städten und Metropolen (www.infarming.de)
    • SAIN: Städtische Agrikultur: Gemeinsam innovativ entwickeln – Nachhaltige Integration und Vernetzung von Nahrungsmittelkleinproduktion (https://staedtische-agrikultur.de/)
    • ALTMARKTgarten in Oberhausen (Pressemitteilung zur Eröffnung im September 2019)

     

  • SDG 13 ist darauf ausgerichtet, Klimaschutzmaßnahmen, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und Maßnahmen zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen durchzuführen. Eine Verbesserung des Klimaschutzes erfordert neben der Reduzierung von CO2-Emissionen auch einen reduzierten Einsatz fossiler Rohstoffe.

    Das Verbundprojekt Carbon2Chem® setzt hier an: Ziel ist, im Zuge der Defossilisierung der Industrie die Abgase, die bei der Produktion anfallen, als wertvolle Rohstoffquelle für die chemische Industrie zu erschließen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben mit 17 Partnern aus Industrie und Forschung wird gemeinsam vom Fraunhofer UMSICHT und zwei weiteren Partnern (thyssenkrupp AG, Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion) koordiniert. Das Projekt ist auf eine Laufzeit von zehn Jahren angelegt.

     

  • Zu diesem SDG trägt das Fraunhofer UMISCHT insbesondere hinsichtlich der Reduzierung des Eintrags von Mikroplastik in die Weltmeere bei. Die AG Mikroplastik des Fraunhofer UMSICHT beschäftigt sich seit 2014 mit Mikroplastik und Kunststoffabfällen in der Umwelt. Im April 2016 startete eine Konsortialstudie mit elf Partnern aus Kunststoffindustrie, Wasserwirtschaft und Wissenschaft. Hierbei wurde eine Umfrage unter Laien und Experten durchgeführt, die zeigte, dass Kunststoffe zwar eine wichtige Rolle in unserem Alltag spielen, dennoch aber keine Wertigkeit haben und als sehr störend und gefährlich wahrgenommen werden, wenn sie in die Umwelt gelangen. Weitere Forschungsprojekte starteten 2017 zu Mikroplastik in Kosmetik, zur Methodenentwicklung, um Mikroplastik in Ökobilanzierungen abzubilden, und zur Verbreitung von Reifenabrieb. 2018 folgten Forschungsprojekte zur Filterentwicklung für Waschmaschinen und zurVerwitterung von Agrarfolien. Um im Austausch mit Stakeholdern zu bleiben, Forschungsergebnisse zu kommunizieren und gemeinsame Lösungsstrategien zu erarbeiten, engagiert sich das Fraunhofer UMSICHT beim Runden Tisch Meeresmüll des UBA und nimmt an diversen Workshops sowie Konferenzen teil.

    Weitere Informationen: