Fraunhofer-Talent-School 2018

Plastikpartikel, Kopfhörer und intelligente Helfer

Pressemitteilung / 7.11.2018

Vom 17. bis 19. Oktober fand die Fraunhofer-Talent-School 2018 beim Oberhausener Forschungsinstitut Fraunhofer UMSICHT statt – und das bereits zum zehnten Mal. Naturwissenschaftlich- und technikbegeisterte Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse forschten unter Anleitung der UMSICHT-Wissenschaftler in drei Workshops zu den Themen Mikroplastik, 3D-Druck und Internet der Dinge.

Begeistert vom Oberhausener Forschungsinstitut: die Schülerinnen und Schüler der Fraunhofer-Talent-School 2018.
© Fraunhofer UMSICHT/Ilka Drnovsek

Begeistert vom Oberhausener Forschungsinstitut: die Schülerinnen und Schüler der Fraunhofer-Talent-School 2018.

Im Workshop »Mikroplastik – kleine Partikel mit großen Folgen« führten die Teilnehmenden aktiv Experimente zu einem Thema durch, das derzeit große Wellen in den Medien schlägt und entsprechend in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Es wurden Pflegeprodukte in einem Drogeriemarkt gekauft und der jeweilige Mikroplastikanteil herausgefiltert. Zum Thema Fasernabrieb beim Waschen von Kleidung nahmen die Schülerinnen und Schüler mehrere Hilfsmittel wie etwa einen feinporiger Waschbeutel genauer unter die Lupe. Highlight des Workshops war sicherlich der Ausflug zur Kläranlage in Wuppertal-Buchenhofen, bei dem Wasserproben genommen und später analysiert wurden.

Das Ziel im zweiten Workshop »Von der Idee bis zum fertigen Prototypen« war es, einen eigenen Kopfhörer zu entwickeln – u. a. per 3D-Druck und Lasercutter. Zunächst gab es eine Einführung in die Programme CAD und Cura, mit denen das Design erstellt wurde. Überraschend selbstständig zeigten sich die Teilnehmenden dann bei der eigentlichen Umsetzung. Ihren Prototypen gravierten sie schließlich noch individuell und bewiesen auch dabei großes kreatives Potential.

Smarte Lösungen

Der dritte Workshop drehte sich um das »Internet der Dinge«, also intelligente Produkte, die untereinander vernetzt sind und sich entsprechend smart steuern lassen. Um zu verstehen, wie etwa der Wecker mit der Kaffeemaschine kommunizieren kann, vermittelten die Fraunhofer-Forschenden den Schülerinnen und Schülern Grundkenntnisse im Programmieren. Dann ging es an die eigentlichen Produkte. Die Beteiligten forschten z. B. an einem smarten Mülleimer, der ein Signal gibt, wenn er voll ist, entwickelten eine Messstandanzeige für Pflanzenbewässerungen und eine Alarmanlage.

Spannendes Rahmenprogramm

Wer viel forscht, der hat sich auch Abwechslung und Entspannung verdient. So erkundeten die insgesamt 23 Teilnehmenden am Abend den Landschaftspark Duisburg-Nord bei einer Stirnlampenführung. Am darauffolgenden Tag fand für alle gemeinsam ein Kurzworkshop zum Thema Biofuels statt. Dieser traf mit seinen spannenden Experimenten auf große Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern, die dadurch verfahrenstechnische Grundlagen kennenlernten.

Eine Premiere feierte die Kooperation der Fraunhofer-Talent-School mit dem NRW-Zentrum für Talentförderung und RuhrTalente. Die Einrichtungen fördern begabte Schülerinnen und Schüler und haben in Zusammenarbeit mit Fraunhofer UMSICHT zielgerichtet für das Format geworben. »Wir möchten mit der Fraunhofer-Talent-School unsere Nachwuchskräfte von morgen ansprechen. Das ist durch die Kooperation hervorragend gelungen. Es ist beeindruckend, was die Kinder und Jugendlichen leisten«, freut sich Meike Coenders, Leitung Personal bei Fraunhofer UMSICHT.

Das Feedback zur zehnten Fraunhofer-Talent-School seitens der Teilnehmenden war durchweg positiv. Sie betonten die eigenständige Umsetzung der Projekte, die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und das praxisnahe Arbeiten direkt vor Ort in den Räumlichkeiten eines Forschungsinstituts. Auch beim Fraunhofer UMSICHT ist man sehr zufrieden mit der Veranstaltung – Konstanze Nonn, die u. a. für die Organisation zuständig war: »Es ist wirklich sehr schön zu sehen, wie die Teilnehmenden das Gelernte direkt in die Praxis umsetzten. Genau das wollen wir mit der Fraunhofer-Talent-School erreichen: Forschung hautnah erleben.«