UMSICHT-Newsletter

Mit Mikro-Dampfturbinen ressourcenschonend Strom produzieren

Newsletter 31.08.2017 - Ein wesentlicher Kostentreiber in der Industrie ist der hohe Energieverbrauch. Gerade für Unternehmen mit Dampfbedarf oder für Energieversorger gibt es jetzt eine neue kostengünstige und ressourcenschonende Lösung zur eigenen Stromproduktion: eine Mikro-Dampfturbine - entwickelt vom neu gegründeten Spin-off TURBONIK von Fraunhofer UMSICHT.

Das Gründerteam von TURBONIK
© Wirtschaftsförderung Dortmund

Das Gründerteam von TURBONIK: Dr. Björn Bülten, Dr. Johannes Grob, Ralf Paucker und Martin Daft (v.l.n.r.).

Seit dem 9. Juni 2017 gibt es das Unternehmen, das sich an dampfnutzende Betriebe wendet. Bereits seit 2007 befassen sich die Gründer Dr. Björn Bülten, Dr. Johannes Grob, Ralf Paucker und Martin Daft mit der Entwicklung von Energieanlagen. Mit ihrer neuen Mikro-Dampfturbine macht das Gründerteam die Nutzung von Prozessdampf zur Stromerzeugung jetzt erstmals auch im kleineren Maßstab attraktiv.

Halbierung der Stromkosten möglich

Bis zu 300 kW elektrischer Strom können mit einer Mikro-Dampfturbine erzeugt werden. Dank hoher Effizienz und niedrigen Life-Cycle-Kosten ist damit bereits im Einschichtbetrieb eine Halbierung der Stromkosten möglich. »Unsere Turbine bietet Betrieben, die ihre Dampfsysteme energetisch und wirtschaftlich optimieren möchten, erstmalig eine ressourcenschonende Lösung zur eigenen, kostengünstigen Stromproduktion an«, erklärt Dr. Björn Bülten, der zusammen mit Dr. Johannes Grob die Geschäftsleitung übernimmt.

Zu den dampfnutzenden Betrieben gehören z. B. solche aus der Lebensmittel-, Pharma-, Chemie- und Textilindustrie. Eine weitere Anwendergruppe sind Energieversorger. Voraussichtlich im September wird die Prototyp-Turbine in das Dampfnetz eines regionalen Energieversorgers integriert. »Langfristig wollen wir einen substanziellen Anteil des vorhandenen Marktpotenzials in Deutschland und weltweit erschließen«, beschreibt Bülten die Ziele von TURBONIK.

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich gern direkt an den Fachkontakt Dr. Björn Bülten.