Neue Mikro-Dampfturbine

Ertrag rauf – CO2 runter

Pressemitteilung / 28.1.2019

Mit der neuartigen Mikro-Dampfturbine MDT-300 von TURBONIK können Betriebe mit Dampfbedarf ihre Energiekosten erheblich reduzieren und ganz nebenbei einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Einsparung leisten. Auf der E-world energy & water 2019, vom 5. bis 7. Februar in Essen, wird die neue Technologie erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Auf der E-world energy & water 2019 zu sehen: die Mikro-Dampfturbine von TURBONIK in neuem Design.
© Turbonik GmbH

Auf der E-world energy & water 2019 zu sehen: die Mikro-Dampfturbine von TURBONIK in neuem Design.

Viel Strom aus wenig Dampf – so lautet das Motto des Dortmunder Cleantech-Unternehmens TURBONIK. Und das ist durchaus wörtlich zu verstehen. Das 2017 gegründete Spin-off vom Fraunhofer UMSICHT hat eine Lösung entwickelt, die es dampfverarbeitenden Unternehmen ermöglicht, aus ihrem Dampf Strom zu machen und auf diese Weise jedes Jahr bis zu 650 t CO2 einzusparen. Das Besondere daran ist, dass dies nun auch für kleine Anlagen und Dampfmengen wirtschaftlich interessant ist. Unternehmen können mit der Mikro-Dampfturbine bei einer elektrischen Leistung bis 300 kW 2,4 GWh pro Jahr Strom erzeugen und auf diese Weise jährlich bis zu 200 000 Euro an Energiekosten einsparen.

Möglich wird das durch den neuen Konstruktionsansatz, mit dem die Turbine bei gleichem Brennstoffeinsatz bis zu 40 Prozent mehr Strom erzeugt als vergleichbare Turbinen in ihrem Leistungsbereich. Auf diese Weise kann sie bereits aus wenig Dampf so viel Strom erzeugen, dass damit rund 500 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang versorgt werden können. Unternehmen können den erzeugten Strom aber auch ins Netz einspeisen, wodurch sich Zusatzerträge von bis zu 160 000 EUR pro Jahr erwirtschaften lassen.

Alleine 15 000 Dampfkessel in Deutschland

Bei einem flächendeckenden Einsatz der Mikro-Dampfturbine an den geschätzt rund 15 000 geeigneten Dampfkesseln allein in Deutschland ließen sich rechnerisch 3 bis 4,5 GW Strom erzeugen und damit bis zu 9 Millionen t CO2 pro Jahr einsparen. Das entspricht der elektrischen Leistung von ca. 2 Atom- oder 6 großen Kohlekraftwerken. Zum Vergleich: Das aktuelle Energiekonzept der Bundesregierung setzt sich ein Wachstum für aus erneuerbaren Energien erzeugten Strom von rund 1,5 GW pro Jahr zum Ziel. Die dezentrale Stromerzeugung vor Ort in den Unternehmen entlastet zudem die Stromnetze und wirkt auf diese Weise steigenden Netzentgelten entgegen.

Nicht nur Kunden wissen die Turbine und ihr innovatives Gesamtkonzept zu schätzen. Turbonik konnte neben weiteren Auszeichnungen und der Aufnahme in die KlimaExpo.NRW auch den Stahl-Innovationspreis in der Kategorie »Produkte aus Stahl« sowie den Wettbewerb Energie Start-up Bayern 2018 für sich entscheiden.

Über Turbonik

Die Turbonik GmbH wurde 2017 von Dr. Johannes Grob, Dr. Björn Bülten, Martin Daft und Ralf Paucker als Spin-Off des Fraunhofer-Instituts UMSICHT gegründet. Der Firmensitz ist im Zentrum für Produktionstechnologie in Dortmund, die Fertigung findet hauptsächlich im bayerischen Kreis Dillingen an der Donau statt. Die Turbine ist u. a. bereits in einem Kraftwerk der Energieversorgung Oberhausen AG installiert und erzeugt dort zukünftig nach Übernahme in den Regelbetrieb 300 000 kWh Strom pro Jahr, was dem Jahresverbrauch von 70 Vier-Personen-Haushalten entspricht.

Auf der E-world energy & water 2019: Halle 3, Stand 370 (Landesgemeinschaftsstand NRW)