Forschung verständlich kommunizieren

UMSICHT-Wissenschaftspreis 2024: jetzt bewerben!

Pressemitteilung /

Der Förderverein des Fraunhofer UMSICHT verleiht zum 15. Mal den UMSICHT-Wissenschaftspreis und zeichnet Menschen aus, die mit ihrer Arbeit den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern. Ab sofort und noch bis zum 29. Februar 2024 können sich potenzielle Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien Wissenschaft und Journalismus bewerben.

UMSICHT-Wissenschaftspreis 2024: Die Bewerbungsphase ist gestartet.
© Fraunhofer UMSICHT
UMSICHT-Wissenschaftspreis 2024: Die Bewerbungsphase ist gestartet.
Rückblick Verleihung UMSICHT-Wissenschaftspreis 2023
© Fraunhofer UMSICHT/Ilka Drnovsek
Rückblick Verleihung UMSICHT-Wissenschaftspreis 2023

Die Klimakonferenz in Dubai hat es jüngst aufgezeigt: Die Menschheit stößt global betrachtet im Jahr 2023 so viele Treibhausgase aus wie nie zuvor. Regenerative Energien, innovative Technologien und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft sind von größter Bedeutung, um den Klimawandel zu bremsen. Hierzu müssen alle an einem Strang ziehen: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Eine verständliche Kommunikation ist essenziell, um ein gegenseitiges Vertrauen sicherzustellen.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Fokus

Seit 2010 prämiert der UMSICHT-Förderverein Wissenschaftler*innen und Journalist*innen mit dem UMSICHT-Wissenschaftspreis, die Forschungsergebnisse zu den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit der Gesellschaft zugänglich machen. Die Wahl trifft eine Jury aus Wissenschaftler*innen, Unternehmer*innen, Selbstständigen, Journalist*innen und PR-Fachleuten. Neben dem Preisgeld von 8000 Euro in der Kategorie Wissenschaft, 2000 Euro in der Kategorie Journalismus und der Skulptur »Innovation« erhalten die Preisträger*innen Zugang zum Netzwerk einer anerkannten Forschungseinrichtung und knüpfen Kontakte in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Wer kann sich bewerben?

In der Kategorie Wissenschaft sind neben Dissertationen Abschlussberichte, Studien etc. gern gesehen. Ein besonderes Augenmerk bei der Beurteilung liegt auf dem fachwissenschaftlichen Niveau und dem nachhaltigen Nutzen der Arbeit für Umwelt und Gesellschaft. Im Fokus stehen Innovationsgrad, die Markt- und Anwendungsnähe sowie eine gut verständliche und überzeugende Darstellung.

In der Kategorie Journalismus ist die mediale Form der eingereichten Arbeit offen: Print, Online, Audio oder Video. Reine Konzepte, Fotoarbeiten und Bücher können jedoch nicht bewertet werden. Die anschauliche und verständliche Wiedergabe eines gesellschaftlich und wissenschaftlich relevanten Themas sowie die Eigenständigkeit und Ausgewogenheit der Stellungnahmen sind wichtige Bewertungskriterien.

Für beide Preiskategorien gilt: Die Arbeiten müssen veröffentlicht sein und sich mit nachhaltigen Themen aus den Bereichen Umwelt-, Verfahrenstechnik oder Energietechnik beschäftigen. Wissenschaftliche Arbeiten dürfen nicht älter als zwei Jahre, journalistische Arbeiten nicht älter als ein Jahr sein. Beide können auf Deutsch oder Englisch eingereicht werden. Bewertet werden publizierte Einzel- und auch Gemeinschaftsarbeiten. Bei Gemeinschaftsarbeiten ist darauf zu achten, dass der Eigenanteil gekennzeichnet ist und die Haupt-Anteilsträgerin bzw. der Haupt-Anteilsträger die Arbeit einreicht.

Die Arbeit einreichen

Bewerbungen sind schnell und unkompliziert über ein Online-Formular möglich. Bewerbungsschluss ist der 29. Februar 2024.

Zur Bewerbung

 

Informationen zum UMSICHT-Förderverein

Der Verein zur Förderung der Umwelt-, Sicherheits- und ­Energietechnik e. V. (UMSICHT-Förderverein) hat sich die Pflege der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Umwelt-, Verfahrens- und Energietechnik zur Aufgabe gemacht. Die Mitglieder des Vereins unterstützen das Institut bei der Realisierung von Forschungs- und Entwicklungsideen in den Bereichen Energie, Prozesse und Produkte. Darüber hinaus beteiligt sich der Verein an der Veranstaltung von Kongressen und Seminaren, fördert Nachwuchs- sowie Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und schreibt den UMSICHT-Wissenschaftspreis aus.

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Wissenschaftsforum Ruhr e. V.

Das Wissenschaftsforum Ruhr e. V. bildet als Arbeitsgemeinschaft insbesondere außeruniversitärer Forschungsinstitute im Ruhrgebiet ein Netzwerk, das die Zusammenarbeit der Forschungseinrichtungen in der Region fördert und diese nach außen vertritt und sich für die Stärkung der Wissenschaftskultur einsetzt.

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Schirmherrschaft

Der UMSICHT-Wissenschaftspreis steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer, Vorstandsvorsitzender des Wissenschaftsforums Ruhr e. V.

 

UMSICHT-Wissenschaftspreis 2023

Dr.-Ing. Jan Girschik erhielt den UMSICHT-Wissenschaftspreis 2023 für seine Dissertation »Untersuchung differenzdruckinduzierter Verformungen in Vanadium-Flow-Batterien sowie Optimierung kompensierender interner Flow-Fields für großformatige Flow-Zellen«. Er erhofft sich in Zukunft eine ressourcen- und kosteneffizientere Bereitstellung von Energiegroßspeichern. Jan Kerckhoff wurde in Zusammenarbeit mit Susanne Delonge ausgezeichnet. Ihre TV-Dokumentation »Klimakiller Beton – auf der Suche nach neuen Rezepten« thematisiert den Einfluss des Wohnungsbaus auf die Umwelt.

 

Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger

2023

  • Preisträger Wissenschaft: Dr.-Ing. Jan Girschik für seine Dissertation »Untersuchung differenzdruckinduzierter Verformungen in Vanadium-Flow-Batterien sowie Optimierung kompensierender interner Flow-Fields für großformatige Flow-Zellen«
  • Preisträger Journalismus: Jan Kerckhoff in Zusammenarbeit mit Susanne Delonge für die TV-Dokumentation »Klimakiller Beton – auf der Suche nach neuen Rezepten«

2022

  • Preisträgerin Wissenschaft: Dr. agr. Lea Eggemann für ihre Dissertation »An environmental and economic assessment of a novel Power-to-Fuel system for biogas plants«
  • Preisträgerin Journalismus: Jenny von Sperber für ihre Reportage »Können Algen die Welt retten?« zu den vielseitigen Fähigkeiten von Mikro- und Makroalgen CO2 zu binden, zu gesunden Lebensmitteln und Medizin verarbeitet zu werden und auch Plastik nachhaltig zu ersetzen

2021

  • Preisträger Wissenschaft: Jörg Schube für seine Dissertation zum Thema »Metallization of Silicon Solar Cells with Passivating Contacts«
  • Preisträger Journalismus: Wolfgang Richter für seinen Artikel »Es ist angerichtet« zur Frage, ob große Emittenten von Treibhausgasen für extreme Wetterereignisse, die durch den Klimawandel häufiger auftreten, Schadenersatz leisten müssen

2020

  • Preisträger Wissenschaft: Pattarachai Srimuk für seine Arbeit zur nachhaltigen Wasseraufbereitung und Ionentrennung mit Batteriematerialien
  • Preisträger Journalismus: Adrian Lobe für einen Artikel zum ökologischen Fußabdruck von digitalen Maschinen

2019

  • Preisträger Wissenschaft: Kai Mainzer für seine Arbeiten zu urbanen Energiesystemen
  • Preisträger Journalismus: Christopher Schrader für seine Arbeit »Die Ökobilanz der E-Mobilität«

2018

  • Preisträger Wissenschaft: Stefan Kippelt für seine Arbeit zu dezentralen Flexibilitätsoptionen für die nachhaltige Energiewirtschaft
  • Preisträger Journalismus: Christian Baars (zusammen mit Elena Kuch, Christine Adelhardt und Britta von der Heide) für die Dokumentation zu sogenannten »Supererregern aus Pharmafabriken«

2017

  • Preisträger Wissenschaft: Michael Saliba für die Entwicklung des Solarzellenmaterials Perowskit
  • Preisträger Journalismus: Till Krause und Klaus Uhrig für den Film »Superplants – Die blühende Revolution (Arte)«

2016

  • Preisträgerin Wissenschaft: Saskia Oldenburg für ihre Arbeit zur Reststoffverwertung
  • Preisträger Journalismus: Alexander Stirn für einen Beitrag zum Unterwasserbergbau (Süddeutsche Zeitung)

2015

  • Preisträger Wissenschaft: Lars Heepe für seine Arbeit zum Gecko-Effekt
  • Preisträgerin Journalismus: Cornelia Borrmann für ihren Beitrag »Die Körpersprache der Bäume/Der Baum als Lehrmeister« (Deutsche Welle online)
  • Preisträgerin Journalismus: Anja Krieger für ihren Beitrag »Die Entmüllung der Meere. Strategien gegen Plastik im Ozean« (Deutschlandfunk)
  • UMSICHT-Ehrenwissenschaftspreis: Paul-Michael Weinspach

2014

  • Preisträger Wissenschaft: Thomas Mayer Gall für seine Arbeit über die Rückgewinnung von Wertmetallen
  • Preisträger Journalismus: Gábor Paál für seinen Radiobeitrag »Reis aus Wolkenkratzern. Mit Städtischer Landwirtschaft gegen Nahrungsmittelknappheit« (SWR2)
  • Preisträger Journalismus: Bernhard Albrecht für seinen Beitrag »Die Not(durft), die erfinderisch macht« (Zeitschrift Geo)

2013

  • Preisträger Wissenschaft: Benjamin Simstich für seine Arbeit zu getauchten Membranbelebungsreaktoren (MBR)Preisträgerin Journalismus: Nina Lindlahr für ihren TV-Beitrag »Land unter – versinken die Niederlande?« (WDR)
  • Preisträger Journalismus: Jürgen Bischoff und Jörn Auf dem Kampe für ihren Artikel »Wohin damit?« zu Folgeaspekten der Kernenergie (Geo)

2012

  • Preisträger Wissenschaft: Jan Meiß für seine Arbeit »New Material Concepts for Organic Solar Cells« über neue Konzepte für organische Solarzellen
  • Preisträger Journalismus: Max Rauner für seinen Artikel »Das Gute statt Plastik« über Einkaufstüten aus Bioplastik (Die Zeit)
  • Preisträger Journalismus: Gerhard Samulat für seinen Beitrag »Frische Brise« über die Potenziale von Windenergie (Spektrum der Wissenschaft)

2011

  • Preisträger Wissenschaft: Andreas Fath für seine »Arbeit über die elektrochemische Zersetzung perfluorierter Tenside (PFT)«
  • Preisträgerin Journalismus: Barbara Kruse »Schwerpunkt Energie – RUBIN Frühjahr 10«
  • Preisträger Journalismus: Arndt Reuning »Am Tropf. Wenn Metropolen das Wasser ausgeht«

2010

  • Preisträger Wissenschaft: Claudio Cinquemani
  • Preisträger Journalismus: Joachim Mahrholdt
  • Preisträger Journalismus: Jan Lublinski