Bioraffinerie und -kraftstoffe

Eine Abteilung aus dem Bereich Prozesse

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Wir entwickeln, integrieren und optimieren wir Herstellungsmethoden von Biokraftstoffen und biobasierten Chemikalien der zweiten Generation, die nicht mit Nahrungsmitteln in Konflikt stehen. Unsere Ausgangsmaterialien sind nachhaltige Rohstoffe, Reststoffe und auf Reststoffen basierende Rohstoffe unterschiedlicher Reinheit wie Holz, Stroh, Zucker, Fette, Öle, Algen, Alkohole, Säuren und Ketone.

Als Experten rund um Bioraffinerie und Biokraftstoffe reicht unser Dienstleistungsspektrum von grundlagenorientierten Untersuchungen bis hin zu ersten prozesstechnischen Auslegungen und Kostenschätzungen. Eine Grundlage hierfür ist ein breites Wissen im Bereich katalytischer Synthesen von Kraftstoffen und Chemieprodukten aus nachwachsenden Rohstoffen.
 

Chemikalien und Formulierungen

Aus nachhaltigen, fermentativ hergestellten, biobasierten Roh- und Reststoffen, wie z. B. Ölen, Fetten, Alkoholen, Zucker, Cellulosen und Algen, erzeugen wir in katalytischen Verfahren Chemikalien und Treibstoffe, die kurz- bis mittelfristig nicht-nachhaltig hergestellte Produkte ersetzen können. Wir setzen zur Verfahrensentwicklung automatisierte Laboranlagen (Mini-Plants) ein, die auch bei hohen Temperaturen und unter hohem Druck betrieben werden können. Wir führen Analysen und Anwendungstests der Produkte durch und liefern ein Design für Prozesse, die sich zentral oder dezentral in die Chemieindustrie integrieren lassen.

Weiterhin veredeln wir Basis- und Spezialchemikalien durch chemische Modifizierung sowie Formulierung und erweitern deren stoffliche Basis. Die entstehenden Produkte werden vorrangig für Anwendungen im Customer-Care-Sektor für Kosmetik, in der Medizin, im Haushalt und im Textilbereich eingesetzt. Bei unseren Entwicklungen stützen wir uns auf ein breites Spektrum chemischer und physikalisch-chemischer Analysemethoden, z. B. zur Charakterisierung von Fetten und Ölen sowie der hieraus hergestellten Formulierungen.
 

Thermochemische Verfahren und Kohlenwasserstoffe

Pflanzenöle, biobasierte Altfette und Algenlipide stellen chemisch wie energetisch wertvolle Substanzgemische dar. Wir wandeln sie unter anderem über katalytische Prozesse in Treibstoffkomponenten und Chemierohstoffe um. Störstoffe trennen wir vor dem Katalyseschritt ab und können so selbst minderwertige Reststoffe noch gewinnbringend einsetzen.

Mit Hilfe der thermischen Verfahren Pyrolyse und Vergasung werden feste Biomassen, vornehmlich Rest- und Abfallstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft, in flüssige und gasförmige Zwischenprodukte überführt. Sie finden als regenerative Kohlenstoffquellen Eingang in klassische Raffinerieprozesse oder werden in dezentralen BHKW genutzt.

Infomaterial der Abteilung Bioraffinerie und -kraftstoffe

Mit PM gekennzeichnete Links verweisen auf Pressemitteilungen.

 

Per- und Polyfluorierte Chemikalien

PerfluorAD® – Innovation durch Kombination

 

Fraunhofer Innovationscluster Bioenergy

Ablative Flashpyrolyse

Verflüssigung fester Biomassen

Referenzprojekte der Abteilung Bioraffinerie und -kraftstoffe

 

Bioethanol 2.0

Biobasierte Weichmacher

Herstellung höherer Alkohole auf der Basis vollständig biobasierter Ausgangsstoffe und deren Nutzung für die Synthese gesundheitlich unbedenklicher Weichmacher.    

 

Syngasferm

Kraftstoffe aus Industrie-Abgasen

Neue Verwertungswege für kohlenstoffhaltige Abgase aus der Industrie für die Herstellung von Kraftstoffen und Spezialchemikalien.

 

BioFacts

Biobasierte Tenside

Vollständig biobasierte Tenside für die Herstellung von Waschmittel und Reinigungsmittel – kostengünstig und nachhaltig, ohne Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion.

 

MultiBioSpray

Biobasierte, sprühfähige Multifunktionsöle

Multifunktionsöle auf Erdölbasis sind weit verbreitet. Das neu entwickelte MultiBioSpray bietet eine biobasierte Alternative mit gleichwertigen Produkteigenschaften.

 

InKa

Intermediate aus industriellem Kaffeesatz

Bei der Herstellung von löslichem Kaffee entsteht nasser Kaffeesatz, der bisher  als Reststoff ausschließlich thermisch verwertet wird. Im Projekt »InKa« werden in den nächsten drei Jahren unterschiedliche Verwertungsmöglichkeiten für die stoffliche Nutzung von Kaffeesatz aus Gastronomie und Gewerbe entwickelt und bewertet.