Bedingungen und Potenziale für Sharing-Konzepte analysieren und Zentren des Teilens etablieren

Zentren des Teilens entwickeln und evaluieren

Von Nachbarschaftskonzepten bis zu Leihbibliotheken

Verschiedene Formate und Realisierungen für kommunale Lösungen werden im Rahmen des Projekts analysiert und evaluiert.

Projektziele: Kommunale Lösungen für die Circular Economy

Das Projekt zielt darauf ab, Rahmenbedingungen und Möglichkeiten für das gemeinsame Nutzen von Gegenständen in Zentren des Teilens (ZdT) zu untersuchen. Vom Werkzeugcontainer in der Nachbarschaft bis zur zentralen Leihbibliothek inklusive einer Bürgerwerkstatt sind verschiedene Formate und Realisierungsmaßstäbe denkbar. Das Projektteam bindet dabei Bürgerinnen und Bürger ein, recherchiert und evaluiert sowohl geeignete Organisationsformen und Geschäftsmodelle als auch Finanzierung, Beschaffung, Leihkonzepte und Logistik. Ein zentraler Punkt sind zudem Workshops zur Technikbildung und zum Aufbau einer Nutzergemeinschaft.

Projektnutzen: Ressourcen gemeinsam nutzen

Nicht nur mit Recycling lassen sich Ressourcen einsparen. Auch das gemeinsame Nutzen und Wiederverwerten von Werkzeugen, Geräten und Freizeitausrüstung birgt ein großes Potenzial, um Abfälle zu vermeiden. Für solche Zentren des Teilens sind allerdings Konzepte notwendig, mit denen sich Sharing, Nutzungsintensivierung oder Reparatur erfolgreich etablieren lassen.

Hier setzt das Projekt konkret an und zielt in einem ersten Schritt darauf ab, alle Voraussetzungen zu analysieren, die für ein Zentrum des Teilens notwendig sind. Dafür führen die Projektpartner Bedarfs- und Akzeptanzanalysen durch. Dies erfolgt durch einen Mix von Expert*innen-Interviews, Bürger*innen-Befragung, vertiefende Studien zum Verhalten und zur Interaktion von Nutzer*innen in Bezug auf Leihen und Teilen.

In einem zweiten Schritt werden die Ergebnisse dieser Analysen genutzt, um solch ein Zentrum des Teilens technisch-organisatorisch und gestalterisch zu planen. Aspekte wie die stadtplanerische Einordnung, Strategien zur Erreichung und Integration aller Gesellschaftsschichten oder der Entwicklung eines Geschäftsmodells und einer Digitalisierungsstrategie stehen hierbei im Mittelpunkt. Die prototypische Umsetzung soll am Beispiel der Stadt Essen erfolgen.

Die Ergebnisse des Konzepts werden zuletzt sozial-ökologisch bewertet und auch einer Wirtschaftlichkeitsanalyse unterzogen. So ist gewährleistet, dass das Konzept für ein Zentrum des Teilens erfolgreich umsetzbar und auf andere Städte und Kommunen übertragbar ist.

Projektpartner

  • Stadt Essen
  • Fachhochschule Dortmund

Förderung

Ministerium für Kultur und Wissenschaft

Das Projekt (Förderkennzeichen EFRE-20800958) wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen aus Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Fonds für den gerechten Übergang (Just Transition Fund/JTF) unterstützt.

 

Laufzeit: Januar 2025 bis März 2028