Online-Veranstaltung  /  23. November 2026, 14:30 bis 16:00

Wärmewende im Gebäudebestand: Sanierung strategisch aktivieren

Die kommunale Wärmeplanung enthält vielfach ambitionierte Annahmen zur energetischen Sanierung und zur Reduktion des Wärmebedarfs im Gebäudebestand. Insbesondere in Gebieten, die perspektivisch nicht über ein Wärmenetz versorgt werden sollen, ist die Sanierung häufig ein zentraler Baustein neben dem Umstieg auf erneuerbare Wärmeversorgung.

Doch aus einer Annahme im Wärmeplan wird nicht automatisch eine umgesetzte Sanierung. Zwischen dem ersten Interesse und der tatsächlichen Umsetzung liegen viele Entscheidungen und mögliche Abbruchstellen: die passende Ansprache, eine unabhängige Beratung, technische Fragen, Finanzierung und Förderung, die Verfügbarkeit von Fachbetrieben sowie unterschiedliche Eigentums- und Lebenssituationen. Bei vermieteten Gebäuden oder Wohnungseigentümergemeinschaften kommen weitere Abstimmungsprozesse hinzu.

Eine einzelne Maßnahme kann diese Herausforderungen selten allein lösen. Umso wichtiger ist es, Sanierung nicht nach dem Gießkannenprinzip zu adressieren, sondern den gesamten Entscheidungspfad in den Blick zu nehmen und kommunale Aktivitäten gezielt dort zu bündeln, wo sie Eigentümerinnen und Eigentümer tatsächlich weiterbringen.

Ein einführender Impuls ordnet die Sanierungsannahmen und Folgemaßnahmen der kommunalen Wärmeplanung ein. Anschließend geben zwei kurze Praxis- und Forschungsbeiträge Einblicke in unterschiedliche Ansätze, Erfahrungen und Lernprozesse. In einer gemeinsamen Diskussionsrunde möchten wir mit den Vortragenden und Ihnen über Erfolgsfaktoren, Grenzen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für Kommunen ins Gespräch kommen.

 

HINTERGRUND

Die Veranstaltungsreihe findet alle drei Monate jeweils montags von 14:30 bis 16:00 Uhr statt – und zwar im Rahmen des Förderprojektes »KommWPlanPlus: Forschungs- und Entwicklungscluster zur Verknüpfung von kommunaler Wärmeplanung mit der Umsetzungsplanung von integralen Maßnahmen im Quartier«. Das Verbundvorhaben wird im Rahmen von »EnEff:Stadt« vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Projektträger ist die Forschungszentrum Jülich GmbH.