Marktfähige Myzelwerkstoffe auf Basis biogener Reststoffe - FungiFacturing®

Ihre Herausforderung: Substratbasiertes Myzelmaterial erschließen und neue Wertschöpfungspotenziale identifizieren

Substratbasierte Myzelwerkstoffe haben das Potenzial, nachhaltige Werkstoffalternativen für die Bau-, Automobil- oder Verpackungsindustrie zu sein.

Schwankende Rohstoffqualitäten, instabile Wachstumsprozesse, Materialhandling und sowie lange Entwicklungszyklen erschweren jedoch die Entwicklung und Skalierung myzelbasierter Werkstoffe in den industriellen Maßstab. Gleichzeitig fehlen häufig geeignete Infrastruktur und belastbare Daten, um Materialien gezielt weiterzuentwickeln und für konkrete großtechnische Anwendungen zu optimieren.

Unsere Lösung: Vom Potenzialcheck zum marktreifen Myzelwerkstoff

Wir unterstützen Unternehmen dabei, Myzelwerkstoffe in einem kontinuierlichen Prozess reproduzierbarer herzustellen, technisch zu validieren und anwendungsspezifisch weiterzuentwickeln. Wir begleiten von der ersten Potenzialanalyse eines Reststoffs oder einer Materialidee bis zum funktionalisierten Prototypen. Die Skalierbarkeit unserer Prozesse hat für uns höchste Priorität: Unser Ziel ist es, Laborergebnisse in stabile und übertragbare Prozesse zu überführen. Dafür untersuchen wir relevante Prozessparameter unter technikumsnahen Bedingungen und entwickeln zusammen mit Ihnen Konzepte für eine kontinuierliche und skalierbare Herstellung von Myzelwerkstoffen.

In unserem FungiFacturing®-Ansatz verbinden wir Substrat- und Rezepturentwicklung, Prozessoptimierung, Werkstoffcharakterisierung, Funktionalisierung und Fertigungstechnik. So erhalten Sie eine belastbare Grundlage, um Myzelmaterial weiterzuentwickeln, Prozesse zu skalieren und industrielle Anwendungen vorzubereiten.

Sie entwickeln bereits Myzelmaterialien oder myzelbasierte Produkte?

Wir unterstützen Sie dabei,

  • Rohstoffe und Rezepturen systematisch zu bewerten
  • Wachstums- und Fertigungsprozesse reproduzierbarer zu gestalten
  • Entwicklungszyklen zu verkürzen
  • Materialeigenschaften messtechnisch abzusichern
  • Rezepturen und Prozessparameter gezielt zu optimieren
  • Werkstoffe für konkrete Anwendungen zu funktionalisieren
  • Prozesse vom Labor in größere Maßstäbe zu übertragen.

Profitieren Sie von unserer werkstoffwissenschaftlichen Expertise, unserer Analytik und einem vollständig ausgestatteten Myzeltechnikum.

Gemeinsam entwickeln wir belastbare Lösungsansätze für Material und Prozess. Nutzen Sie unsere Praxiserfahrung, um Ihre Entwicklungskosten zu senken und Ihre Myzelwerkstoffe zu standardisieren.

Sie verfügen über eigene biogene oder sonstige Reststoffe?

Wir prüfen, ob sich Ihre lignocellulosehaltigen Reststoffe z.B. aus der Land- oder Holzwirtschaft, der Lebensmittel- oder Papierindustrie technisch als Substrat, Zuschlag- oder Füllstoff für Myzelwerkstoffe eignen. Dazu bewerten wir unter anderem Aufbereitung, Verarbeitbarkeit, Myzelwachstum und erreichbare Materialeigenschaften.

Auf dieser Grundlage entwickeln wir geeignete Rezepturen und untersuchen mögliche Anwendungen sowie ökologische und wirtschaftliche Verwertungsperspektiven. So erhalten Sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Einstieg in eine höherwertige Nutzung Ihrer Reststoffe. Mit unserem FungiFacturing®-Ansatz begleiten wir Sie vom ersten Potenzialcheck bis zum Prototyp.

 

Fragen Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch an!

 

Potenzialanalyse von Einsatzstoffen als Myzelsubstrat oder Myzelwerkstoff:

Leistungsbereich Unsere Expertise
Potenzialanalyse
  • Bewertung der technischen Eignung von Reststoffen
  • Screening möglicher Anwendungen
  • Abgleich von Materialpotenzial und Produktanforderung
  • erste ökologische und wirtschaftliche Einordnung
  • Empfehlung nächster Entwicklungsschritte
Substrat- und Rezepturentwicklung
  • Auswahl und Aufbereitung geeigneter Substrate
  • Entwicklung und Optimierung von Rezepturen
  • Auswahl geeigneter Pilzspezies
  • Einsatz funktionieller Additive
  • Machbarkeitsstudien
Prozessentwicklung und Validierung
  • Untersuchung relevanter Wachstumsparameter
  • Analyse von Ursachen für Prozess- und Qualitätsschwankungen
  • Optimierung von Wachstumszeiten und Prozessbedingungen
  • Bewertung der Reproduzierbarkeit
  • Übertragung von Laborprozessen auf größere Maßstäbe
Werkstoffcharakterisierung und Analytik

Je nach Fragestellung untersuchen wir unter anderem:

  • Wachstum und mikrobiologische Eigenschaften
  • Wärmeleitfähigkeit
  • Feuerbeständigkeit
  • biologische Abbaubarkeit
  • mechanische und anwendungsspezifische Materialeigenschaften

Sie erhalten belastbare Daten, mit denen Sie Rezepturen vergleichen, Entwicklungs-entscheidungen absichern und weitere Optimierungsschritte priorisieren können. 

Funktionalisierung

Wir entwickeln Myzelwerkstoffe gezielt für anwendungs-spezifische Anforderungen, beispielsweise in den Bereichen:

  • Brandschutz
  • Schallschutz und Schallabsorption
  • Wärmedämmung
  • Oberflächen und Weiterverarbeitung

Die Funktionalisierung kann über die Substratrezeptur, während des Wachstums oder durch die Nachbearbeitung fertiger Bauteile erfolgen.

Prototypenbau und Formbautechnik
  • 3D-Druck geeignete Substratpasten
  • Herstellung von Materialmustern und Demonstratoren
  • Entwicklung anwendungsspezifischer Formteile
  • Untersuchung unterschiedlicher Geometrien und Materialstrukturen
Machbarkeitsstudien und Fachberatung
  • Technische Machbarkeitsstudien
  • Ökologische Bewertung (LCA)
  • Fachworkshops und Schulungen
  • Entwicklung belastbarer Projektskizzen

 

Ihre Benefits

  • Belastbare Materialdaten: Unsere Analytik ermöglicht Ihnen, Rezepturen und Myzelwerkstoffe objektiv zu vergleichen und Entwicklungsentscheidungen auf eine fundierte Datengrundlage zu stellen. So konnten wir bereits für viele Kunden Materialoptionen im Hinblick auf Brandschutz oder Wärmedämmung und auch mechanisch-physikalische Eigenschaften evidenzbasiert herausarbeiten und vergleichbar machen.
  • Kürzere Entwicklungswege: Durch strukturierte Machbarkeitsstudien und gezielte Versuchsplanung können ungeeignete Ansätze frühzeitig erkannt und aussichtsreiche Lösungen konsequent weiterentwickelt werden.
  • Infrastruktur für Ihre Entwicklung: In unserem Myzeltechnikum stehen Anlagen für Materialaufbereitung, Wachstum, Bauteilfertigung, Nachbearbeitung und Analytik zur Verfügung. So können Sie Versuche durchführen, ohne zunächst eigene Entwicklungsinfrastruktur bei Ihnen aufgebaut werden muss.
  • Ganzheitliche Begleitung: Wir betrachten die gesamte Entwicklungskette vom biogenen Reststoff über Substrat und Prozess bis zum funktionalisierten Myzelwerkstoff, Prototyp oder Bauteil und integrieren ökologische wie wirtschaftliche Aspekte. Hier nutzen wir  etablierte und genormte Methoden wie LCA, PCF und EPD sowie LCC und TEA.
  • Flexible Zusammenarbeit: Ob kleines Start-up oder Konzern: Unsere Leistungen sind skalierbar und lassen sich an Entwicklungsstand, Fragestellung, Projektumfang und Budget anpassen, von der ersten Substratprüfung bis zum umfassenden Entwicklungsprojekt.
  • Wissenschaftlicher Anspruch: Sie profitieren von aktuellen Forschungsergebnissen und neutraler Bewertung.

Wir Sie mit uns zusammenarbeiten

Ob Substratprüfung, Rezepturentwicklung, Prozessstabilisierung, Werkstoffentwicklung oder Demonstrator: In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir Ihre Ausgangssituation und definieren, welcher Einstieg zu Ihrer Fragestellung passt.  Wir unterstützen Sie dabei, Potenziale frühzeitig zu bewerten und fundierte Entscheidungen für die nächsten Entwicklungsschritte zu treffen.

Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch mit unseren Expertinnen und Experten aus der Abteilung Product Development. Der Austausch kann bei Bedarf unter einer Vertraulichkeitsvereinbarung erfolgen.

Im Gespräch klären wir, mit welchem unserer Wertangebote im Bereich pilzbasierter Werkstoffentwicklung wir Ihr Unternehmen weiterbringen können. Dabei ist die Betriebsgröße unerheblich: Wir unterstützen Kleinunternehmen genauso professionell mit Forschungs- und Entwicklungsleistung wie Auftraggeber aus Mittelstand oder DAX.

Forschungsförderung gezielt nutzen

Unsere Forschungs- und Entwicklungsleistungen sind in vielen Fällen förderfähig – z. B. über die steuerliche Forschungszulage. Auch größere mehrjährige Förderprogramme können gemeinsam adressiert werden.

Unsere Skalierungsleistung für Sie

Myzelwerkstoffe entstehen heute meist in Einzelchargen mit funktionierenden Rezepturen, aber schwankenden Durchlaufzeiten, ungleichmäßigem Wachstum in größeren Bauteilen und viel Handarbeit. Genau hier setzen wir an und entwickeln mit Ihnen den Weg vom Batch-Prozess der Myzelwerkstoff-Produktion zur reproduzierbaren Serienfertigung.

Unter realitätsnahen Bedingungen betrachten wir die Faktoren, die über robuste Produktionsprozesse (mit)entscheiden: Rohstoff- und Substratspezifikationen mit definierten Toleranzbereichen, Kontaminationskontrolle, homogenes Durchwachsen auch großvolumiger Bauteile sowie funktionale Additive, die Brandschutz, Akustik oder Dämmleistung verbessern, ohne das Wachstum zu hemmen.

Ebenso betrachten wir die technische Seite der Fertigung, z.B. automatisierbare Dosierungssysteme, effiziente Formgebung und Handhabung, energiesparende Trocknung und Inaktivierung sowie praktische Ansätze zur Qualitätssicherung.

So begleiten wir Ihren Weg zum skalierbaren Anlagen- und Produktionskonzept für Myzelmaterialien.

Wie wir Ihre konkreten Skalierungsziele unterstützen können, erläutern wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch.

Häufig gestellte Kundenfragen und Grundlagen zu Myzelwerkstoffen

Können Sie eine bestehende Rezeptur optimieren?

Ja. Wir untersuchen Substratzusammensetzung, Pilzspezies, Additive und Prozessbedingungen. Ziel ist es, Ursachen für schwankendes Wachstum oder uneinheitliche Materialeigenschaften zu identifizieren und geeignete Optimierungsansätze abzuleiten.

Wie lassen sich schwankende Wachstumszeiten reduzieren?

Dazu werden relevante Einflussgrößen wie Substratqualität, Feuchtigkeit, Aufbereitung, Rezeptur und Prozessbedingungen systematisch untersucht. Auf dieser Grundlage können kritische Parameter identifiziert und Versuchsreihen zur Prozessoptimierung entwickelt werden.

Können Sie Prototypen herstellen?

Ja. Je nach Fragestellung entwickeln wir Materialmuster, Formteile, Demonstratoren und 3D-gedruckte Strukturen, um Materialeigenschaften und Fertigungsansätze praktisch zu untersuchen.

Können Sie prüfen, ob unser Reststoff als Myzelsubstrat geeignet ist?

Ja. Wir bewerten unter anderem die Aufbereitung und Verarbeitbarkeit des Reststoffs, das Myzelwachstum sowie die erreichbaren Materialeigenschaften. Das Ergebnis dient als Grundlage für die Entscheidung über weitere Entwicklungsschritte.

Unterstützen Sie die Skalierung von Myzelprozessen?

Wir untersuchen die Übertragbarkeit von Laborprozessen auf größere Maßstäbe und identifizieren kritische Prozessparameter. Ziel ist es, eine belastbare Grundlage für die weitere Skalierung und industrielle Umsetzung zu schaffen.

Können Pilzwerkstoffe im 3D-Druck verarbeitet werden?

Ja. Im Rahmen von Forschungsprojekten wurden lignocellulosebasierte Pasten aus pflanzlichen Reststoffen entwickelt, die 3D-gedruckt und anschließend von Pilzmyzel durchwachsen werden können. Dadurch lassen sich individuelle Formen und Materialstrukturen realisieren.

Was sind Myzelwerkstoffe?

Myzelwerkstoffe sind biobasierte Materialien, die aus Pilzmyzel und pflanzlichen Reststoffen hergestellt werden. Das Myzel, also das Wurzelgeflecht eines Pilzes, durchwächst ein speziell aufbereitetes Substrat und verbindet die einzelnen Bestandteile zu einem stabilen Werkstoff. Nach dem Wachstum wird das Material getrocknet, sodass der Pilz nicht weiterwächst.

Für welche Anwendungen eignen sich Pilzwerkstoffe?

Myzelwerkstoffe können in vielen Bereichen eingesetzt werden, darunter:

  • Verpackungen
  • Schallabsorber
  • Wärmedämmstoffe
  • Fassadenelemente
  • Möbel und Interieur-Produkte
  • Design- und Kunstobjekte
  • Bauprodukte

Welche Anwendung sinnvoll ist, hängt von den gewünschten Materialeigenschaften und der konkreten Produktanforderung ab.

Welche Rolle spielt das Substrat bei Pilzwerkstoffen?

Das Substrat bildet die Grundlage des Werkstoffs. Seine Zusammensetzung beeinflusst unter anderem Wachstum, Stabilität, Verarbeitbarkeit, Dämmleistung und akustische Eigenschaften. Daher werden Substratauswahl und Rezeptur gezielt an die jeweilige Anwendung angepasst.

Welche Rohstoffe eignen sich für Myzelwerkstoffe?

Für Pilzwerkstoffe können zahlreiche pflanzliche Reststoffe verwendet werden. Dazu gehören beispielsweise Stroh, Sägemehl, Holzspäne oder Treber aus der Bierproduktion. Die Nutzung solcher Reststoffe unterstützt eine ressourcenschonende und kreislauforientierte Bioökonomie.

Blick auf unsere Projekte

 

FungiFacturing

Schallschutz auf Pilzbasis

Das Fraunhofer UMSICHT forscht an Schallabsorbern, die auf Basis von Pilzmyzel hergestellt werden und sich aus pflanzlichen Restoffen nähren.

 

Bau-DNS

Gebäudesanierung nachhaltig, modular und zirkulär

Ziel des Projekts »Bau-DNS« ist es, die Produktivität bei der Gebäudesanierung zu steigern und Kosten zu senken – durch Digitalisierung, Nachhaltigkeit und systemische Fertigung.

Weiterführende Themen

FungiFacturingArt: Modulares Ausstellungskonzept zur Verbindung von künstlerischer Erfahrung und wissenschaftlich-technischen Aspekten im Kontext von Pilzwerkstoffen

zur Projektseite

Pilze als Werkstoffquelle

zum Interview vom 12.06.2020

Fraunhofer UMSICHT mit Pilz-Workshop bei der Berliner Science Week

Zur Pressemitteilung vom 15.12.2024

Materialien auf Pilzbasis vielversprechend für die Praxis

zur Pressemitteilung vom 01.07.2022

Schallschutz auf Pilzbasis aus dem 3D-Drucker

zur Pressemitteilung vom 10.06.2020

 

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