KWPconnect: Kommunale Wärmeplanung trifft Energiesystemanalyse

Quartierslösungen für eine integrierte Wärme- und Stromnetzplanung in Kommunen

Das Team hinter KWPconnect

Neben Fraunhofer UMSICHT sind im Projekt vertreten: Stadt Hohen Neuendorf (Konsortialleitung), Gemeinde Birkenwerder, Reiner Lemoine Institut gGmbH und EMB Energie Brandenburg GmbH.

Projektziel: Integrierte Wärme- und Stromplanung auf kommunaler Ebene ermöglichen

Die Kommunale Wärmeplanung weist den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, kann in der Umsetzung jedoch zunehmend an die Grenzen des bestehenden Energiesystems stoßen. Die fortschreitende Elektrifizierung von Wärme und Mobilität sowie der Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung erhöhen die Anforderungen an die Stromnetze deutlich. Ohne eine integrierte Planung drohen Netzüberlastungen und unkoordinierte Lösungen, die die Effizienz der Wärmewende beeinträchtigen.

Im Projekt »KWPconnect« verfolgen wir das Ziel, die Kommunale Wärmeplanung systematisch um eine Energiesystemperspektive zu erweitern. Dafür werden bestehende Energiesystemmodelle so weiterentwickelt, dass sie die Anforderungen des Wärmesektors – insbesondere auf Quartiersebene – berücksichtigen und für die kommunale Planung nutzbar machen. Wärme‑ und Stromsektor werden dabei gemeinsam betrachtet, um Wechselwirkungen frühzeitig zu berücksichtigen.

Die entwickelten Ansätze werden in den Kommunen Hohen Neuendorf und Birkenwerder erprobt. In Zusammenarbeit mit lokalen Akteurinnen und Akteuren aus Bevölkerung, Verwaltung, Wirtschaft und weiteren Stakeholdergruppen werden Erkenntnisse für eine koordinierte und tragfähige Umsetzung der Wärmewende gewonnen. Die Wärmeplanung wird dabei als kontinuierlicher Prozess verstanden, der durch die Integration der Energiesystemanalyse einen entscheidenden Entwicklungsschritt vollzieht.

Projektnutzen: Belastbare Entscheidungsgrundlagen für kommunale Wärme und Energiesystemplanung

Die Projektpartner unterstützen Kommunen dabei, komplexe Entscheidungen zur Wärmewende auf Quartiersebene auf einer belastbaren systemischen Grundlage zu treffen. Maßnahmen im Wärmesektor wirken unmittelbar auf das Stromsystem – etwa durch zusätzliche elektrische Lasten oder Flexibilitätsbedarfe. Die integrierte Betrachtung von Wärme‑, Strom‑ und Gasinfrastruktur ermöglicht es, diese Wechselwirkungen frühzeitig zu erkennen und strategisch zu steuern.

Kommunen erhalten so Entscheidungsgrundlagen, um Wärmestrategien in einzelnen Quartieren netzdienlich auszugestalten, erneuerbare Energien effizienter einzubinden und Flexibilitäten gezielt zu nutzen. Dies reduziert den Bedarf an kostenintensivem Netzausbau, erhöht die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen und verbessert die Umsetzbarkeit vor Ort.

Darüber hinaus stärkt das Projekt »KWPconnect« die Rolle der Kommunen als koordinierende Akteure der Energiewende. Durch Workshops, Informationsveranstaltungen und die Entwicklung praxisnaher Werkzeuge werden Wissen aufgebaut und nächste Umsetzungsschritte konkret vorbereitet. Die im Projekt gewonnenen Methoden und Erfahrungen werden über Transfer-Workshops für andere Kommunen zugänglich gemacht. So können über die Pilotkommunen hinaus Wärmeplanungen sukzessive systemisch weiterentwickelt werden.

Projektpartner

  • Stadt Hohen Neuendorf (Konsortialleitung)
  • Gemeinde Birkenwerder
  • Reiner Lemoine Institut gGmbH
  • EMB Energie Brandenburg GmbH

Förderung

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie


Laufzeit:
10/2025 bis 09/2027
Kennzeichen: 03EI1103D