Klimaneutrales Theaterstück BamBamBambi

Beratung bei der klimaneutralen Umsetzung des Theaterstücks »BamBamBambi«

Theater Oberhausen

Klimaneutrales Theaterstück und Grundstein für nachhaltiges Produzieren in der Zukunft

Partizipativer Prozess

Rund 100 Menschen entwickelten über 200 Ideen.

Projektziele: Roadmap für eine verbesserte Klimabilanz und reduzierten CO2-Fußabdruck

Im Rahmen des »Fond Zero« zielt die Kulturstiftung des Bundes darauf ab, Kunst-Kulturprojekte hin zu mehr Klimaneutralität zu führen. Fraunhofer UMSICHT beriet und begleitete das Theater Oberhausen bei der klimaneutralen Produktion des Theaterstücks »BamBamBambi«, das auch im Stück selbst Nachhaltigkeit thematisiert. Ziel war es, ein klimaneutrales Theaterstück zu konzipieren, wobei die erarbeiteten Maßnahmen Impulse liefern, um auch in Zukunft nachhaltiger zu produzieren. In enger Abstimmung mit allen Gewerken des Theaters erstellte UMSICHT eine Roadmap und legte Handlungsfelder fest, in denen CO2-Emissionen reduziert werden können. Zudem stärkten die Forschenden das Bewusstsein und die Sensibilität für das Thema Nachhaltigkeit am Theater.

Fraunhofer UMSICHT führte insgesamt vier Workshops durch, die sich an den unterschiedlichen Phasen der Theateraufführung wie Konzept, Proben, Aufführung oder Nachbereitung orientierten. Alle am Theater beteiligten Gewerke waren beteiligt – von den künstlerischen Teams über die Werkstatt, Bühnentechnik oder Maske und Schneiderei bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und Besucher*innen und Kasse.

Projektnutzen: Klimaneutrale Kulturproduktionen fördern

Die Ergebnisse der Beratung und wissenschaftlichen Begleitung von Fraunhofer UMSICHT zeigen modellhaft, wie nachhaltiges Produzieren im Kulturbereich gestaltet werden kann. So lässt sich Nachhaltigkeit in Kulturprojekten verstärkt etablieren und auch das Bewusstsein für Klimaneutralität steigern.

Das Forschungsinstitut konzipierte die partizipativen Workshops so, dass sich möglichst alle am Theater Beschäftigten einbringen, der Austausch gefördert und gemeinsame Potenziale für Klimaneutralität erarbeitet werden konnten. Durch Methoden wie »World Café«, »Brainstorming« oder »Brainwriting«, aber auch durch persönliche Interviews konnten gewerkeübergreifend Ideen erarbeitet und weiterqualifiziert werden.

Projektergebnis: CO2-Emissionen reduziert – Basis für Klimaneutralität gelegt

Es ist ein Ideenkatalog von über 200 Ideen entstanden, an dem über 100 Teilnehmende mitarbeiteten. Von der Konzeption bis zur Nachbereitung adressierten die partizipativen Workshops, Interviews und Literaturrecherchen zu bestehenden Leitfäden für »Green Stages« alle klimarelevante Aspekte der Theaterproduktion. Die entwickelte Roadmap umfasst folgende sechs Themenfelder: Mobilität, Bühne/Kostüm, Einkauf/Gastronomie/Dienstleister, Außendarstellung/Interaktion, Gebäude/Haustechnik und die Produktion des Stücks. Erste Maßnahmen wie der Einsatz von E-Bikes, Kombitickets für Besuchende oder ökologische Stromnutzung setzt das Theater bereits um und haben die Basis geschaffen, um die Klimabilanz nachhaltig zu verbessern.

Weitere Einsparpotenziale lassen sich beispielsweise durch recycelte Werkstoffe, erhöhten LED-Einsatz in der Bühnenbeleuchtung, nachhaltige Materialauswahl und modulare Bühnenbilder oder auch Mobilitätschallenges für Besuchende erzielen.

Diskutiert wurden z.B. die Spannungsfelder zwischen Kreativität und dem Nachhaltigkeitsanspruch in kulturellen Produktionen. Auch das Bewusstsein, dass der Weg zu völliger Klimaneutralität sehr umfassend ist und jeder kleine Beitrag zählt, war Teil der Gesprächsrunden.

Förderung

Laufzeit: Mai 2023 – Mai 2024
Förderhinweis:
Gefördert im Rahmen des »Fond Zero« durch die Kulturstiftung des Bundes